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Milchproduktion

Neuseeländisches Milchpulver haussiert ungebrochen

von , am
03.03.2011

Auckland - In der Online-Versteigerung von Erzeugnissen des neuseeländischen Milchverarbeiters Fonterra erreichte der gewichtete Preisindex ein Drei-Jahres-Hoch.

Fonterra verändert seine Produktpalette und und bewegt sich nun weg vom Milchpulver hin zu hochwertigen Zutaten sowie Dienstleistungsangeboten. © Werkbild
Der Aufwärtstrend der Preise für Molkereiprodukte setzt sich fort. Wie die Handelsplattform Global Dairy Trade mitteilte, zog der Preisindex gDT-TWI um 5,9 Prozent auf 1.418 Punkte (März 2010 = 1.000) an. Das ist der höchste Stand seit Beginn des Handels auf der Online-Plattform im Juli 2008.
 
Vor allem Vollmilchpulver verteuerte sich erheblich. Der vordere Kontrakt zur Lieferung im Mai wurde mit umgerechnet 3.589 Euro je Tonne um 15,9 Prozent höher bewertet als zum vergangenen Auktionstermin Mitte Februar.

Preise für Butteröl (AMF) zogen nur leicht an

Für Magermilchpulver zur kurzfristigen Lieferung wurden 2.926 Euro je Tonne geboten und damit 2,8 Prozent mehr. Die Preise für Butteröl (AMF) zogen nur leicht an. Buttermilchpulver wurde nicht angeboten. Mit insgesamt 12.375 Tonnen Ware offerierte Fonterra zum jüngsten Versteigerungstermin eine der kleinsten Mengen der vergangenen drei Jahre.

Andrew Ferrier kündigt seinen Rückzug an

Kurz vor Beginn der Auktion hatte Fonterra-Vorstandschef Andrew Ferrier seinen Rückzug von der Unternehmensspitze angekündigt. Der gebürtige Kanadier wird Fonterra in der zweiten Jahreshälfte verlassen. Seine Nachfolge ist noch ungeregelt. Ferrier begründete seinen Schritt mit dem Wunsch, nach acht Jahren an der Konzernspitze mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu wollen. Seine Absicht, aus dem Unternehmen bis Ende 2011 auszuscheiden, war dem Aufsichtsrat seit Längerem bekannt. (aiz)
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