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Milchproduktion

Neuseeländisches Vollmilchpulver erneut billiger - Fusion abgesagt

von , am
07.04.2011

Auckland - In der 14-tägigen Internet-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra ist der Preisindex für Milcherzeugnisse leicht gesunken. Die Fusion von Fonterra und Nestlé in Chile ist gecancelt.

Fonterra verändert seine Produktpalette und und bewegt sich nun weg vom Milchpulver hin zu hochwertigen Zutaten sowie Dienstleistungsangeboten. © Werkbild
Wie die Handelsplattform Global Dairy Trade mitteilte, gab der gewichtete Preisindex gDT-TWI, verglichen mit dem Stand von Mitte März, um 2,4 Prozent auf 1.271 Punkte (März 2010 = 1.000 Punkte) nach. Ausschlaggebend waren niedrigere Erlöse für Vollmilchpulver, während für Magermilchpulver teilweise höhere Preise erzielt wurden.
 
Vollmilchpulver verbilligte sich im Durchschnitt um 5,6 Prozent auf 3.878 US-Dollar oder umgerechnet 2.731 Euro pro Tonne. Das sind 16 Prozent weniger als noch Anfang März gezahlt wurden.
 
Magermilchpulver zog hingegen leicht um 1,5 Prozent auf 3.763 US-Dollar oder 2.650 Euro pro Tonne an. Dabei waren insbesondere frühe Termine begehrt, während Ware zur Lieferung im vierten Quartal 2011 um 8,5 Prozent niedriger bewertet wurde.

Fusion: Behördliche Auflagen 'nicht angemessen'

Die geplante Fusion der chilenischen Fonterra-Tochter Soprole mit der Milch- und Eissparte von Nestlé Chile wird nicht zustande kommen. Fonterra bestätigte am Mittwoch, dass die beiden Mutterkonzerne den Antrag zur Genehmigung des Zusammenschlusses zurückziehen. Die behördlichen Auflagen seien nicht angemessen, wurde betont. Einen neuen Antrag wollen Fonterra und Nestlé nicht stellen. Soprole will sein Geschäft mit Verbraucherprodukten aus eigener Kraft fortführen.
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