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Milchproduktion

Neuseeland: Exportprobleme durch verunreinigtes Milchpulver?

© landpixel
von , am
28.01.2013

Die neuseeländische Fonterra-Gruppe könnte Exportprobleme bekommen. Grund ist der Fund von chemischen Rückständen in deren Milchpulver.

Die Preise für Magermilchpulver legten im Schnitt um 31 Cent zu auf 210,1 Ct/kg. © Selket/Wikipedia
Der weltweit größte Exporteur von Milchprodukten, die neuseeländische Fonterra-Gruppe könnte an den internationalen Exportmärkten Probleme bekommen. Grund ist der Fund von chemischen Rückständen in neuseeländischem Milchpulver. Diese Dicyandiamide (DCD) genannte Substanz, wird von neuseeländischen Milchfarmern zur Reduktion des Nitratgehalts auf den Weiden eingesetzt. Die neuseeländische Regierung hat in Zusammenarbeit mit Fonterrra unmittelbar nach Bekanntwerden eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Auswirkungen des Einsatzes von DCD auf den neuseeländischen Export von Milchprodukten beurteilen soll.

Gefahr von Exportrestriktionen

Eine Rückrufaktion des belasteten Milchpulvers seitens Fonterra hat es nicht gegeben. Man geht bislang davon aus, dass die gefundenen Mengen keine gesundheitlichen Risiken beim Verzehr bedeuten. Welche Auswirkungen der Fund auf den Absatz von neuseeländischem Milchpulver hat, ist jedoch noch nicht klar. Neuseeland setzt etwa 95 Prozent seiner Milchproduktion in Form von Milchprodukten am Weltmarkt ab.

Was macht China?

Sollte sich etwa China oder andere bedeutende Abnehmer von neuseeländischem Milchpulver zu Handelsrestriktionen entscheiden, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Milchmarkt und die Handelsströme. Diese Möglichkeit sehen auch die neuseeländischen Behörden und haben sich deshalb entschlossen, mit eigenen Maßnahmen möglichen Handelsbeschränkungen vorzubeugen.
 

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