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Milchviehhaltung

Neuseeland: Mehr Kühe als Menschen

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Jana Semenow, agrarheute
am
18.04.2018

Der Milchviehbestand in Neuseeland ist in den letzten Jahren rasant gestiegen. Kritische Stimme sehen die Umwelt gefährdet.

Die Milchindustrie in Neuseeland wächst stetig weiter. In den letzten 30 Jahren hat sich der Milchviehbestand verdreifacht, auch die Weidefläche hat seit 1995 um 45 Prozent zugelegt. Die neuseeländische Milchindustrie erzeilt allein 28 Prozent der Exporteinnahmen. Umgerechnet rund 7,8 Milliarden Euro und beschäftigt 47.000 Menschen in dem 4,7 Millionen Einwohner großen Land. Der Milchindustriekonzern Fonterra meldete für das erste Quartal sechs Prozent mehr Umsatz.

Der rasante Ausbau der Milchindustrie soll eine massive Belastung der Umwelt und natürlichen Ressourcen zur Folge haben. Forderungen nach einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Landwirtschaft werden lauter. So sollen fast 50 Prozent der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft stammen - welweit liege der Schnitt bei bei zehn bis zwölf Prozent.

Umweltorganisationen laufen Sturm

Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace, aber auch Industrievertreter läuten die Alarmglocken. Die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Grenzen seien erreicht. Auch Fonterra habe den Handlungsbedarf erkannt und bereits Ende 2017 einen Bericht zum Thema nachhaltige Entwicklung veröffentlicht. Bis 2050 will das Unternehmen die bei der Verarbeitung und beim Transport der Milch entstehenden Treibhausgase beseitigen.

 

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