Login
Aus der Wirtschaft

Niederländische Handelsketten steigen um auf Weidemilch

von , am
13.07.2011

Den Haag - In den Niederlanden bieten immer mehr Einzelhandelsketten unter ihren Handelsmarken nur noch Weidemilch als frische Trinkmilch an.

In Irland und in anderen Ländern sind in den letzten Jahren vereinzelt Fälle von BSE aufgetreten. © Margit Völtz/pixelio
Nach den Unternehmen C1000, Lidl und Jumbo gilt das ab 2012 nun auch für Albert Heijn. Das teilte die Tierschutzorganisation "Stichting Dier&Recht" mit.
 
Die vier Lebensmittelketten halten zusammen einen Marktanteil von über 60 Prozent. Die Stiftung will nun auch Aldi, Dirk und Plus überzeugen, für ihre Eigenmarken vollkommen auf Weidemilch umzusteigen. Weidemilch stammt von Kühen, die an mindestens 120 Tagen im Jahr für je sechs Stunden Weidegang haben. Das entspricht der Definition des Produktsegmentes durch die in den Niederlanden dominierende Molkereigenossenschaft FrieslandCampina.

Deutsche Erzeuger sind skeptisch

Auch in Deutschland will die Genossenschaft seine Milchlieferanten auf die Weidehaltung einschwören. Die Erzeuger begegnen dem Konzept, das Teil einer Nachhaltigkeitsoffensive des Unternehmens ist, jedoch mit Skepsis, weil vielen Betrieben die Möglichkeit zum hofnahen Weidegang fehlt. Eine Entscheidung über das Nachhaltigkeitskonzept für den deutschen Markt soll der Mitgliederrat am 14. Dezember dieses Jahres treffen.
Auch interessant