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Milchproduktion

Niedersachsen: "Goldene Olga" geht nach Neustadt

von , am
26.10.2012

Bad Zwischenahn - Die besten 16 von insgesamt 16.000 Milcherzeugern in Niedersachsen hat die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) jetzt ausgezeichnet.

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© krick/agrar-press
Im Milchlandpreis-Wettbewerb erhielt Familie Klingemann aus Neustadt-Schneeren in der Region Hannover die "Goldene Olga", berichtet der Landvolk-Pressedienst. Marvin Campe aus Staffhorst im Landkreis Diepholz erhielt die Silberne Olga, Bronze ging an Stephan Specker-Dünhöft aus Rhede im Landkreis Emsland, dessen Hof bereits in vierter Generation bewirtschaftet wird.
 
Die Sieger des Wettbewerbs dürfen sich nach Durchlaufen einer so intensiven Prüfung zu Recht stolz als "Top-Milcherzeuger Niedersachsen" sehen. Familie Klingemann bewirtschaftet einen 177 Hektar großen Betrieb, der im Naturpark Steinhuder Meer in einem Endmoränengebiet aus der Elster-Eiszeit liegt. Sven Klingemann übernahm den Hof vor vier Jahren nach seiner Meisterprüfung und wird von seinem Vater und einem Auszubildenden unterstützt. Ehefrau Clara Klingemann ist gelernte Tierpflegerin. Die 125 Milchkühe der Familie produzierten im vergangenen Jahr rund 11.600 Kilogramm Milch pro Kuh – ein auch im überregionalen Vergleich sehr hoher Wert. Neben den Milchkühen halten die Klingemanns 120 Rinder als weibliche Nachzucht. Der Betrieb erhält regelmäßig Besuche von Schulklassen und Besuchergruppen aus der Region.
 
Der Wettbewerb ist dabei mehr als nur ein Wettstreit um Trophäen. Vielmehr bewertet die Fachjury die Kandidaten ganzheitlich: In den Blick genommen werden neben den erreichten Zielen auch die Systematik der Umsetzung von Maßnahmen und die Planung von zukünftigen Maßnahmen. Zentral für die Jury ist die Umsetzung von Nachhaltigkeit: Dazu zählt nicht nur das Herdenmanagement mit Fütterung, Tierhaltung und Tiergesundheit. Ebenso wichtig sind die betriebswirtschaftliche Beurteilung des Hofes anhand der Betriebsergebnisse sowie die Bereitschaft zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung.

Video: Milchvieh im Fokus der Forschung

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