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Milchproduktion

Niedersachsen: Kein Furazolidon in Milchproben

pd
am
29.07.2014

Hannover - "Kein Furazolidon in niedersächsischen Milchproben gefunden", meldet das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. Die Betriebe dürfen wieder Milch liefern.

Vorweg: Die Ergebnisse der Milchuntersuchungen zeigen, dass alle Proben unauffällig sind. Vergangenen Freitag wurde das Verbraucherschutzministerium darüber informiert, dass drei Milchvieh haltende Betriebe Futtermittellieferungen von einem niederländischen Unternehmen erhalten haben, das in Verdacht steht, mit dem Antibiotikum Furazolidon verunreinigte Produkte ausgeliefert zu haben.
 
Umgehend wurden amtliche Proben der Milch genommen und vom Niedersächsischen Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, LAVES, untersucht.

Betriebe können Milch wieder liefern

Wie das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz mitteilt, wurden keine Rückstände von Furazolidon nachgewiesen. Die Betriebe können die Milch ab sofort wieder an ihre Molkereien liefern. Die Ergebnisse der Futtermitteluntersuchungen bleiben abzuwarten. Die Ergebnisse der Futtermitteluntersuchungen werden laut Agrarministerium frühestens Ende der Woche erwartet. Von diesen Ergebnissen ist die Verkehrsfähigkeit der Schlachttiere aus den drei Betrieben abhängig.

Verunreinigte Futtermittel: Neun Betriebe in Niedersachsen

Über das EU-Schnellwarnsystem ist das niedersächsische Verbraucherschutzministerium nach eigener Darstellung am Freitag, 25. Juli, darüber informiert worden, dass nicht nur Nordrhein-Westfalen, sondern auch Niedersachsen von Lieferungen eines niederländischen Unternehmens, das in Verdacht steht, mit Antibiotika verunreinigte Futtermittel ausgeliefert zu haben, betroffen ist. Ob die nach Niedersachsen gelieferten Erzeugnisse das Antibiotikum Furazolidon enthielten, wird derzeit näher untersucht.
Nach derzeitigem Kenntnisstand sind insgesamt neun Betriebe in Niedersachsen von dem niederländischen Betrieb mit insgesamt etwa 490 Tonnen Getreideerzeugnissen beliefert worden. Bei den betroffenen Betrieben handle es sich überwiegend um Betreiber von Biogasanlagen.
 
In drei Rinder haltenden Betrieben im Landkreis Grafschaft Bentheim ist das Getreideerzeugnis jedoch auch zur Fütterung an Rinder und Milchkühe genutzt worden. Der Landkreis hatte darauf hin amtliche Proben genommen, um auszuschließen, dass die erzeugte Milch mit Antibiotikarückständen belastet ist. Furazolidon ist seit 1995 in der EU verboten.

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