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Aus der Wirtschaft

Niedersachsen: Kein weiteres Fleisch mit Furazolidon belastet

© Leah-Anne Thompson
von , am
04.08.2014

Das Ergebnis der Nachuntersuchungen der Landkreise in Niedersachsen, in denen letzte Woche furazolidon-belastete Chargen Fleisch aufgetaucht waren, liegt vor. Es gibt keine weiteren Chargen.

In den Futtermitteln wurde das in der Tierfütterung verbotene Antibiotikum Furazolidon festgestellt. © Michael Bührke/pixelio
Die Landkreise Stade, Göttingen, Harburg und Lüneburg haben Freitag das Ergebnis ihrer Nachforschungen über den Verbleib des in den Niederlanden erzeugten und mit dem AntibiotikumFurazolidon belasteten Fleisches mitgeteilt. Wie ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums  berichtet, hätten die Landkreise keine weiteren Bestände mit Fleisch, das mit Furazolidon belastet ist, gefunden. Bei den belasteten Chargen, die vergangene Woche aufgetaucht waren, handele es sich laut Sprecher um "sehr geringe" Mengen.

Fleisch nicht nur in NRW, auch in Niedersachsen

Über das EU-Schnellwarnsystem war das niedersächsische Verbraucherschutzministerium Ende vergangener Woche darüber informiert worden, dass nicht nur Nordrhein-Westfalen, sondern auch Niedersachsen von Lieferungen eines niederländischen Futtermittelherstellers betroffen ist, der im Verdacht steht, mit Antibiotika verunreinigte Produkte ausgeliefert zu haben.
 
Insgesamt waren es drei Chargen mit rund 100 Kilogramm Kalbsfleisch, das in die oben genannten niedersächsischen Landkreise geliefert worden ist. Nach Stade ist eine Charge mit rund 80 Kilogramm Kalbsfleisch geliefert worden. In Lübeburg, Harburg und Göttingen seien es nur Chargen von drei bis acht Kilogramm gewesen.
 
Nach derzeitigem Kenntnisstand haben insgesamt neun Betriebe in Niedersachsen von dem niederländischen Betrieb insgesamt etwa 490 Tonnen Getreideerzeugnisse erhalten. Bei den betroffenen Betrieben handelt es sich um sechs Betreiber von Biogasanlagen und drei Rinder haltende Betrieben im Landkreis Grafschaft Bentheim.

Milchproben negativ

Die vom Laves, dem Landesamt für Verbraucherschutz und Lebesmittelsicherheit, zwischenzeitlich genommenen und untersuchten amtlichen Milchproben waren allesamt unauffällig. Es wurden keine Rückstände von Furazolidon nachgewiesen. Die Betriebe können die Milch seitdem wieder an ihre Molkereien liefern.
 
Die Ergebnisse der Futtermitteluntersuchungen werden im Laufe der Woche erwartet. Von diesen Ergebnissen ist die Verkehrsfähigkeit der Schlachttiere aus den drei Betrieben abhängig. Das Antibiotikum Furazolidon ist seit 1995 in der EU verboten. 

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