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Milchproduktion

Niedersachsen: Milcherzeuger profitieren vom Weltmarkt

© landpixel
von , am
21.10.2013

Hannover - Niedersachsens Milchbauern konnten durch den globalen Nachfrageanstieg ein höheres Milchgeld realisieren. Aber auch die Schwankungen am Milchmarkt verstärkten sich.

Aktuell wird auch wegen der niedrigen Preise die Milchanlieferung etwas zurückgefahren. © fotolyse/fotolia
Die niedersächsischen Milchbauern sind mit ihrer Ausrichtung auf den Weltmarkt auf dem richtigen Weg. Wie das Landvolk Niedersachsen vergangene Woche mitteilte, konnten die Erzeuger in den vergangenen Jahren durch den globalen Nachfrageanstieg ein höheres Milchgeld realisieren. "Unsere knapp 11.000 Milcherzeuger profitieren von den Impulsen des Weltmarktes und wollen sich davon nicht abkoppeln", betonte Landvolk-Vizepräsident Heinz Korte.

Der EU-Milchmarkt habe sich gut entwickelt

Bestätigt sieht er sich durch Ergebnisse einer Studie der Kieler Fachhochschule und des Informations- und Forschungszentrums für Ernährungswirtschaft (ife) zu den mittelfristigen Perspektiven des EU-Milchmarktes. Darin kommen die Autoren laut Landesbauernverband zu dem Schluss, dass sich Angebot und Nachfrage auf dem EU-Milchmarkt nach dem Wegfall staatlicher Eingriffe gut entwickelt hätten und sich der Erzeugerpreis dank der Exporterfolge deutlich von dem sehr niedrigen Marktstützungsniveau abheben könne.

Der durchschnittliche Rohmilchpreis sei gestiegen

Seit 2006 habe der Weltmarkt, vor allem durch die höhere Nachfrage in Schwellenländern, den Milchviehhaltern in der EU immer wieder Aufwärtsbewegungen bei den Preisen beschert. Die von der EU vorgegebene zunehmende Liberalisierung der Märkte habe aber zugleich die Schwankungen am Milchmarkt verstärkt und damit auch tiefe Preiseinbrüche verursacht. Für den Rohmilchwert errechneten die Kieler Forscher durch den Weltmarkteinfluss für die vergangenen 14 Jahre allerdings ein durchschnittliches Plus von 0,12 Cent je Kilogramm.

Systeme zum Risikomanagement entwickeln

Zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit empfiehlt die Studie der deutschen Milchwirtschaft die Entwicklung von Systemen zum Risikomanagement. Ein erster Schritt in diese Richtung ist mit der Möglichkeit zur Preisabsicherung an der Frankfurter Eurex getan worden. Zudem lassen sich laut der Kieler Analyse mit Nachhaltigkeitsstrategien und einem stringenten Qualitätsmanagement strategische Vorteile erreichen. Nach Einschätzung des Vorsitzenden der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen, Jan Heusmann, wurden in diesem Bereich die richtigen Weichen für das Milchland Niedersachsen bereits gestellt.

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