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Rinderseuche

Nordrhein-Westfalen: Erneuter Ausbruch von BHV1

Schwarzbunte Rinder stehen auf Wiese.
© pixabay
von am
21.12.2017

Die hochansteckende Rinderseuche BHV1 ist erneut auf einem Betrieb in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen. 280 Mastrinder müssen jetzt geschlachtet werden.

Im Kreis Borken in Nordrhein-Westfalen ist erneut das Bovine Herpesvirus 1 auf einem Betrieb ausgebrochen. Das zuständige Veterinäramt ordnete daraufhin die Schlachtung der 280 eingestallten Mastrinder an.

Erst Anfang der Woche konnte das hochansteckende Virus auf einem Betrieb in der Nähe nachgewiesen werden, woraufhin 400 Rinder des Bestandes getötet werden mussten. Der Vorfall zog die Überprüfung von weiteren Betrieben im näheren Umkreis nach sich, bei denen nun auch dieser zweite Ausbruch bekannt wurde. Da der Virus für Menschen ungefährlich ist, kann das Fleisch der geschlachteten Tiere in den Verkauf gehen.

Nachteile bei der Vermarktung

Im Juni 2017 wurde Nordrhein-Westfalen erst als "frei von Rinderherpest BHV1“ eingestuft, womit auch gleichzeitig das gesamte Bundesgebiet als Rinderherpes-frei gegolten hätte. Bereits Mitte November entfiel dieser Status jedoch wieder, nachdem die Viruserkrankung auf einem Betrieb festgestellt wurde.

In Bundesländern, die nicht als BHV1-frei gelten, kann es zu kostspieligen Auflagen bei der Vermarktung von Rindern im Inland kommen. Außerdem können Nachteile beim Verkauf im Ausland entstehen. Frankreich, Luxemburg und Belgien sind ebenfalls nicht frei von BHV1.

Mit Material von aho

Betriebsbesuch: Rindermast mit Weiß-Blauen Belgiern

Agust Vanhees und seine Söhne Yann und Tom spezialisierten ihren Betrieb erfolgreich auf das Standbein Weiß-Blaue Belgier. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Das Zuchtziel der Vanhees sind große hochgewachsene Weiß-Blaue Belgier. Im Moment werden rund 450 Tier gehalten. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
100 Prozent der Kälber auf dem Betrieb der Familie Vanhees werden mittels Kaiserschnitt auf die Welt gebracht. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Im Stall erhalten die Kälber ab dem zweiten Monat Zuckerrübenpellets und ein Leinsamengemisch. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Ab der zweiten Woche gibt es Minerale, Spelzen, Weizen, Hafer und Wasser zur freien Verfügung. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
Die Mutterkühe stehen die ganze Zeit auf den um den Hof liegenden 20 ha Weide und werden mit Mais und Mineralien zugefüttert. © Diersing-Espenhorst/dlz agrarmagazin
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