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Nestlé Deutschland AG

Null Treibhausgase: Nestlé startet ersten Klima-Milchviehstall

Nestlé startet Pilotprojekt eines emissionsarmen Milchviehbetriebs in Deutschland
am Donnerstag, 16.12.2021 - 05:00 (3 Kommentare)

Das Pilotprojekt der Hochwald Milch Genossenschaft in Hessen soll als ein Modell für weitere Landwirte dienen.

Viele Kühe, null Treibhausgase: Nestlé startet ihre erste „Klima-Milchfarm“ in Deutschland. Ziel des Pilotprojekts ist es, den Fußabdruck eines landwirtschaftlichen Betriebs auf null Emissionen zu reduzieren, heißt es auf der Homepage des Unternehmens. Über einen Zeitraum von drei Jahren wird Nestlé Deutschland einen Milchviehbetrieb ihres langjährigen Lieferanten Hochwald begleiten, der unter anderem den Mozzarella-Käse für die Nestlé Wagner Pizzen liefert. Der landwirtschaftliche Betrieb der Familie Frese in Nordhessen hält 135 Kühe und soll Modell für weitere Landwirte werden. Geleitet wird das Projekt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU), mit wissenschaftlicher und fachlicher Beratung der Projektpartner Thünen Institut für Betriebswirtschaft und der Bodensee Stiftung.

Nestlé will Treibhausgase reduzieren und speichern

Zu Beginn sollen alle Emissionen des Betriebs kalkuliert werden. Darauf sollen Schritt für Schritt rund 30 definierte Maßnahmen folgen, um Treibhausgase so weit wie möglich zu reduzieren. Das heißt zum Beispiel:

  • optimale Fütterung der Kühe,
  • gasdichte Güllelagerung,
  • Bau einer Biogasanlage,
  • Energiegewinnung durch Photovoltaikanlagen und ein optimiertes Herdenmanagement der Kühe.

Parallel dazu soll durch regenerative Bewirtschaftung der Acker- und Grünlandflächen mehr Humus aufgebaut sowie Hecken und Bäume gepflanzt werden, so dass mehr Treibhausgase gespeichert werden können. Nach Aussage des Unternehmens reduziert die "Klima-Milchfarm" auch ihren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Mineraldünger.

Ziel sei es, die Emissionen des Betriebs im Pilotprojekt nach drei bis fünf Jahren rechnerisch im Modell auf Netto-Null zu bekommen. Es dauert natürlich Jahrzehnte, bis Hecken und Bäume richtig groß wachsen und der Boden genug Humus aufgebaut hat. In unserem gemeinsamen Projekt modellieren wir daher, wie viel CO2 die Pflanzen und der Boden wirklich speichern können", sagt Prof. Dr. rer. nat. Markus Frank, Professor für Pflanzengesundheitsmanagement an der HfWU.

Klimafreundlichere Milch hilft Nestlé, die Grüne Null bis 2050 zu erreichen

Mit unserer „Klima-Milchfarm“ leisten wir grundlegende Forschungsarbeit und lernen, welche Hebel es für Milchviehbetriebe in Deutschland gibt, auf deutlich weniger Emissionen umzustellen. Die Ergebnisse unseres Pilotbetriebs inklusive Kosten werden für andere Landwirte wegweisend sein. So bekommen letztlich auch die Zutaten, die uns geliefert werden, einen kleineren Fußabdruck“, erklärt Corinna Weinmiller, Nachhaltigkeitsmanagerin bei Nestlé Deutschland. Nestlé hat sich verpflichtet, bis 2030 ihre Treibhausgasemissionen weltweit zu halbieren und bis 2050 ein Netto-Null-Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu werden. 

Mit Material von Nestlé Deutschland AG

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