Login
Milchproduktion

Nur jeder dritte Landwirt zeichnet Fonterra-Anteile

von , am
25.01.2010

Auckland - Nur rund ein Drittel der neuseeländischen Milchbauern hat die Gelegenheit genutzt, zusätzliche Geschäftsanteile ihrer Molkereigenossenschaft Fonterra zu kaufen.

© Andrey-Ezhov/Fotolia

Dem Unternehmen fließen demnach umgerechnet rund 132 Millionen Euro frisches Eigenkapital zu. Die genossenschaftlichen Mitglieder hatten bis Ende der vergangenen Woche Zeit, bis zu 20 Prozent mehr Geschäftsanteile zum Stückpreis von umgerechnet 2,27 Euro zu kaufen, als ihrer Milchproduktion entspricht. Daraus hätten Fonterra bis zu 450 Millionen Euro zufließen können. Die Ausgabe der dividendenberechtigten "Trockenanteile" zählt zu einem dreistufigen Plan, die Eigenkapitalstruktur des Unternehmens zu verbessern.

Laut neuseeländischen Medienberichten ist Aufsichtsratschef Henry van der Heyden dennoch mit dem Ausgang der Zeichnung zufrieden. Van der Heyden verwies auf die schwierige finanzielle Situation der Milcherzeuger. Finanzexperten machen außerdem die unsichere Rentabilitätserwartung der zusätzlichen Anteile verantwortlich für die zurückhaltende Beteiligung. Wenige Tage vor dem Ende der Zeichnungsfrist kündigte Fonterra an, im Februar oder März 2010 eine ungesicherte Schuldverschreibung in Höhe von umgerechnet 125 Millionen Euro zur Finanzierung der regulären Geschäftstätigkeit zu eröffnen. (aiz)

 

Auch interessant