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Umfrageergebnisse

Öffentlichkeit lehnt frühe Trennung von Kuh und Kalb ab

Rotholstein-Kalb im Stroh
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Katharina Krenn, agrarheute
am
03.04.2017

Die Trennung von Kuh und Kalb kurz nach der Geburt ist gängige Praxis. Die Öffentlichkeit lehnt eine frühe Trennung deutlich ab, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Die Universität Göttingen hat sich mit der öffentlichen Einstellung zur praxisüblichen Trennung von Kuh und Kalb befasst und zu dem Thema zusammen der University of British Columbia in Kanada eine repräsentative Onlineumfrage durchgeführt. Die Umfrage-Ergebnisse zeigen eine deutliche Ablehnung der frühen Trennung von Kuh und Kalb unter den Teilnehmern.

83 Prozent lehnen frühe Trennung ab

Die Ergebnisse der Online-Befragung der Forscherinnen und Forscher lassen sich in drei Gruppen aufteilen. 44 Prozent der Befragten fanden es schwierig, Argumente für oder gegen die Trennungspraktik zu bewerten, bevorzugten aber eher eine spätere Trennung. 39 Prozent befürworteten deutlich eine spätere Trennung, etwa 18 Prozent sprachen sich für die heute übliche frühe Trennung aus. Im Vergleich der Länder sprachen sich die US-amerikanischen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Studie eher für eine frühe Trennung aus als die deutschen.

Appell an die Landwirtschaft

„Für die Landwirtschaft bedeutet das, sich über neue Verfahren Gedanken zu machen, auch wenn das Thema heute in der breiten Öffentlichkeit noch keine Rolle spielt.“, sagte Erstautorin Dr. Gesa Busch, die die Studie an beiden Universitäten durchführte.

„Die Studie zielt darauf ab, die Milchviehhaltung nachhaltiger und gesellschaftlich akzeptierter zu gestalten“, erläutert Dr. Marina von Keyserlingk von der University of British Columbia. „Unsere Forschung hilft, Lücken zwischen der Praxis und gesellschaftlichen Wahrnehmungen aufzudecken und darauf aufbauend Lösungen zu entwickeln.“

Mit Material von Georg-August-Universität
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