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Haltung und Mast

Österreich: Erstmals Schmallenberg-Virus nachgewiesen

von , am
26.09.2012

Wien - Seit Ende 2011 breitet sich das Schmallenberg-Virus in Europa aus. Jetzt wurde es erstmals auch in österreichischen Rindern und Schafen entdeckt.

Schematische Darstellung und elektronenmikroskopische Aufnahme des Schmallenberg-Virus. Zu sehen ist ein von einer Membran umhülltes Viruspartikel, das die drei Segmente der Erbinformation enthält. © FLI
Mitte September hat die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) im Rahmen ihres seit Jahresbeginn eingerichteten Monitorings SBV-Antikörper in Rindern und Schafen nachgewiesen. 
 
Das österreichische Gesundheitsministerium (BMG) hat mit den Landesveterinärdirektoren und den betroffenen Verkehrskreisen die weitere Einsendung von Proben verdächtiger Tiere an die AGES vereinbart. Es weist zudem darauf hin, dass Landwirte Rinderaborte gemäß Deckseuchengesetz melden müssen. Auch für kleine Wiederkäuer werden Abortuntersuchungen bei SBV-Verdachtsfällen angeboten. Die Kosten dafür werden bis Jahresende vom BMG übernommen.

Erstmals im November 2011 nachgewiesen

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI - Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit) hatte im November 2011 erstmalig ein bisher unbekanntes Orthobunyavirus nachgewiesen, das durch Gnitzen übertragen wird. Das nach dem deutschen Ort Schmallenberg benannte Virus verursacht aktuell in vielen EU-Mitgliedstaaten teilweise Missbildungen bei Kälbern, Lämmern und Zicklein. Neben Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden konnte das Virus mittlerweile auch in Luxemburg, Spanien, Italien und Dänemark sowie in der Schweiz nachgewiesen werden.
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