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Milchproduktion

Österreich: Höhe der Zusatzabgabe bekannt

von , am
19.06.2012

Wien - Österreichs Landwirte haben im Quotenjahr 2011/12 zuviel Milch geliefert. Betrieben wird deshalb zwischen knapp acht und 20 Cent je Kilo vom Milchgeld abgezogen.

Die Höhe der Zusatzgabe hängt davon ab, um wieviel die einzelbetriebliche Quote überschritten wurde. © Mühlhausen/landpixel
Wie die Agrarmarkt Austria berichtet, hat Österreich die nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) überschritten, während die direkt vermarktete Menge an Milcherzeugnissen geringer war als die entsprechende nationale Quote. Laut AMA werden geringe Überlieferungen der A-Quote mit einer Basisabgabe in der Höhe von 7,968 Cent je kg belastet, für höhere Überschreitungen gilt ein Satz von 19,921 Cent.
 
Für Überschreitungen der einzelbetrieblichen Milchquote muss eine Zusatzabgabe entrichtet werden, die den bäuerlichen Betrieben vom Milchgeld abgezogen wird.

Quote um 121.000 Tonnen überliefert

Laut jüngsten (noch nicht endgültigen) Berechnungen der AMA wurden die Milchkontingente im Ende März abgelaufenen Quotenjahr 2011/12 um etwa 121.000 Tonnen überliefert. Daraus würde eine Zusatzabgabe von rund 33,7 Millionen Euro resultieren. Die Abgabe wird den überliefernden Betrieben bei der Molkereiabrechnung vom Milchgeld abgezogen und an die Agrarmarkt Austria überwiesen; diese hat dann die gesamte Abgabe an den zuständigen EU-Agrarfonds nach Brüssel abzuführen. Die endgültigen Detailergebnisse (Quotenbilanz, Über- und Unterlieferungen, Fettgehalt) für das Quotenjahr 2011/12 werden voraussichtlich in der letzten Juniwoche von der AMA bekannt gegeben.
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