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Milchproduktion

Österreich: Mehr Geld für Milchbauern

von , am
16.09.2011

Wien - Milchbauern haben in Österreich 2011 bisher deutlich mehr Geld für ihre Milch bekommen als noch im Vorjahr. Das gute Preisniveau von 2008 ist allerdings noch nicht erreicht.

In einer der letzten Milchquotenbörsen stieg der Preis noch einmal. © Mühlhausen/landpixel
Im Durchschnitt wurden brutto 38,7 Cent pro Kilo Milch bezahlt. Das entspricht einer Steigerung von 13,9 Prozent zum selben Vorjahreszeitraum. Neben der guten Nachfrage auf den Weltmärkten werden auch die positive Entwicklung des Inlandabsatzes sowie eine günstigere Situation im EU-Binnenmarkt als Gründe für die Preissteigerungen genannt.

Strukturwandel setzte sich 2010 fort

Laut Erhebungen der VÖM und der AMA hat sich im Jahr 2010 die Zahl der bäuerlichen Milchlieferanten in Österreich um 3,5 Prozent auf 36.583 weiter verringert. Der Milchkuhbestand blieb mit 532.735 Tieren nahezu unverändert. Die durchschnittliche Anlieferung je Betrieb an die Molkereien erhöhte sich um sechs Prozent auf rund 76.000 Kilo.
 
Die Anzahl der milchwirtschaftlichen Unternehmen ist in Österreich seit dem EU-Beitritt um etwa ein Drittel gesunken. Im Jahr 2010 waren es noch 79 Unternehmen mit 94 Produktionsstätten (Minus drei Prozent gegenüber dem Vorjahr), sie beschäftigten 4.450 Mitarbeiter. Das bereinigte Ergebnis (EGT) in Prozent der Betriebsleistung konnten die Milchverarbeiter im Jahr 2010 um 1,1 Prozent anheben.
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