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Milchproduktion

Österreich: Milchquote 2010/11 um rund 21.200 Tonnen überliefert

von , am
07.07.2011

Wien - Die Milch-Anlieferungsquote wurde im vergangenen Milchjahr überschritten. Jetzt ist eine Zusatzabgabe von sechs Millionen Euro fällig.

Preissenkung für Milchprodukte: Letzte Woche verkaufte Lidl einen Liter Milch für 55 Cent. © www.landpixel.de
Die Agrarmarkt Austria (AMA) hat die endgültigen Ergebnisse für die Quotenausnützung im Milchjahr 2010/11 bekannt gegeben. Demnach haben die österreichischen Landwirte die nationale Anlieferungsquote insgesamt um 21.210 Tonnen überschritten. Daraus resultiert eine Zusatzabgabe von rund sechs Millionen Euro, die an die EU abzuführen ist. Für kleinere Überlieferungen ist dabei eine sogenannte Basisabgabe zu zahlen, für größere wird eine Abgabe mit Zuschlag eingehoben. 

Strenge Ahndung bei starken Überlieferungen

Im Milchjahr 2009/10 wurde in Österreich die Quote erstmals seit Langem unterschritten, im Jahr davor kam es zu einer Überlieferung um rund 33.000 Tonnen. Insgesamt stand laut AMA im (Ende März abgelaufenen) Milchjahr 2010/11 eine nationale Quote für Lieferungen (A-Quote) in der Höhe von 2,815.777 Tonnen zur Verfügung. Tatsächlich wurden von den Milchbauern nur 2,807.559 Tonnen an die Molkereien und Käsereien geliefert.
 
Aufgrund des - gegenüber dem Referenzwert - höheren Fettgehalts der Rohmilch ergab sich zu dieser Menge aber ein Zuschlag von 29.427 Tonnen, woraus letztlich eine fettkorrigierte Anlieferung von 2,836.986 Tonnen resultierte. Daraus ergibt sich eine saldierte Überlieferung von 21.210 Tonnen. Inklusive einer sogenannten Sicherheitsmarge errechnet sich daraus die Zusatzabgabe von 6,05 Millionen Euro. Diese Abgabe ziehen die Molkereien den überliefernden Landwirten vom Milchgeld ab, der Gesamtbetrag ist von der AMA an den Europäischen Garantiefonds für die Landwirtschaft abzuführen. Stärkere Überlieferungen werden strenger geahndet.
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