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Haltung und Mast

Österreich: Rinderbestand weiter gesunken

von , am
12.02.2013

Wien - Trotz vielfältiger Maßnahmen zur Unterstützung der Rinderhalter geht der Bestandsabbau in Österrecih weiter. Auch 2012 lag die Zahl der Rinder unter der Zwei-Millionen-Marke.

Bald kehren die Jungrinder von den Alpen zurück. © fottoo/fotolia.com
Obwohl die Rinderhaltung in Österreich für die Bewirtschaftung von insgesamt 1,44 Millionen Hektar Dauergrünland und gut 8.500 Almen mit rund 400.000 Hektar Fläche auch weiterhin unverzichtbar ist, hat sich der Strukturwandel in diesem Segment trotz umfassender Förderinstrumente wie dem Umweltprogramm (ÖPUL), der Ausgleichszulage und entsprechenden marktwirtschaftlichen Maßnahmen auch im vergangenen Jahr unvermindert fortgesetzt. Wie die Zentrale Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) vergangene Woche unter Berufung auf die Ergebnisse der Viehzählung vom 1. Dezember 2012 mitteilte, hat sich der Rinderbestand gegenüber dem gleichen Stichtag von 2011 um weitere 1,1 Prozent auf 1,96 Millionen Tiere verringert.

Rinderbestand sinkt seit 1984

Während laut ZAR 1960 insgesamt 2,38 Millionen Rinder in der Alpenrepublik gezählt wurden, vergrößerte sich der Bestand kontinuierlich und erreichte 1984 mit rund 2,67 Millionen Tieren einen historischen Höchststand. Ab dann ging es mit dem Rinderbestand jedoch deutlich bergab, und 2008 wurde mit 1,99 Millionen Tieren erstmals die Zwei-Millionen-Marke unterschritten. Zwar konnte diese markante Schwelle in den beiden darauffolgenden Jahren nochmals geringfügig überschritten werden; doch mittlerweile fehlen bis dahin fast 50.000 Rinder.

Rinderzahl je Betrieb gestiegen

Noch wesentlich stärker als der Rinderbestand selbst hat sich der ZAR zufolge seit 1960 die Zahl der Rinderhalter in Österreich verändert. Waren 1960 noch auf 311.100 landwirtschaftlichen Betrieben Rinder zu finden, so ging die Zahl der Halter bis 1990 auf weniger als 140.000 zurück. Seitdem hat sich diese Zahl nochmals mehr als halbiert: Im vergangenen Jahr wurden von den Statistikern landesweit nur noch 67.642 Halter verzeichnet.
Analog zu dieser Entwicklung ist die durchschnittliche Rinderzahl je Betrieb deutlich nach oben gegangen. Während die Statistik für das Jahr 1960 noch einen Durchschnittsbestand von 7,4 Rindern ausweist, stieg dieser Wert innerhalb von gut 50 Jahren auf 28,9 Tiere je Betrieb; gegenüber der Zählung im Vorjahr wurde 2012 ein Anstieg um 1,8 Prozent gemessen.

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