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Nutztierhaltung

Ohne Tiertransporte: Stressfrei zum Schlachthof

Rind-Nahaufnahme-Detail
am
09.01.2019

Eine mobile Schlachteinheit soll Tieren den stressigen Transport zum Schlachthof ersparen. Hier kommt der Schlachter zum Rind.

Bei der mobilen Schlachterei werden die Rinder auf dem heimischen Betrieb zunächst betäubt und in einem speziellen Anhänger entblutet. Das Verfahren wurde jetzt erstmals in Hessen durchgeführt. Der mobile Schlachthof eignet sich für Betriebe, bei denen die Tiere nicht ganzjährig auf der Weide stehen können und somit eine Weideschlachtung ausgeschlossen ist. Die weitere Verarbeitung des Schlachtkörpers findet dann beim Metzger statt. Die mobile Schlachteinheit besteht dabei aus einem Fixierstand und einem Hänger.

Prototyp einer mobilen Schlachtung

Bereits 2017 wurde das Projekt mit dem Namen „Extrawurst – Entflechtung der Schlachtverfahren für Rinder und kleine Wiederkäuer" gestartet. Das Vorhaben zielt auf eine Schlachtung von nicht ganzjährig im Freien gehaltenen Rindern ab. Für diese Tiere ist die sogenannte Weideschlachtung nach § 12 der Tier-Lebensmittelverordnung nicht gültig. Um dieses Vorhaben rechtskonform umzusetzen, musste die vom Schlachtunternehmen durchgeführte und verantwortete Schlachtung entkoppelt werden.

In enger Zusammenarbbeit mit den Veterinärbehörden wurden Leitlinien nach EU-Verordnung entwickelt. Das Ergebnis des Vorhabens ist ein Prototyp einer EU-gelassenen mobilen Schlachteinheit.

Mit Material von Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS)

Schlachten auf der Weide mit mobiler Schlachtbox

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