Login
Zucht

OptiKuh erforscht optimale Bedingungen für Milchkühe

von , am
24.03.2015

Wie müssen Zucht, Haltung, Fütterung und Pflege der Milchkuh aufeinander abgestimmt sein, um optimal für ihre Milchleistung und Gesundheit zu sein? Das Forschungsprojekt OptiKuh geht dieser Frage nach.

Im Juli ging die angelieferte Milchmenge in Deutschland um 1,3 Prozent zurück, bleib aber nüber dem Vorjahr. © Mühlhausen/landpixel
Das Verbundprojekt OptiKuh greift aktuelle Zukunftsfragen in der Milchviehhaltung auf und erforscht gemeinsam mit 15 Kooperationspartnern die Zusammenhänge zwischen Zucht, Fütterung und Management mit dem Ziel, die Erkenntnisse in die Praxis umzusetzen.
 
Ziel der Rinderzucht ist, die Möglichkeiten zur Zucht von Kühen mit robustem Stoffwechsel und guter Futteraufnahme unter Berücksichtigung der Umweltverträglichkeit zu untersuchen und die Ergebnisse in die Praxis umzusetzen. Dabei wird im Projekt eine umfassende, rasseübergreifende Datenbasis aller 12 Versuchseinrichtungen in Deutschland geschaffen und mit modernen genomischen Zuchtmethoden genutzt. Dies ist ein entscheidender und erfolgversprechender Schritt, um die Milchviehzucht und -haltung hinsichtlich Tierwohl, Effizienz und Nachhaltigkeit noch weiter voran zu bringen.

Projektbeteiligte

Das Projekt optiKuh wird vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) gefördert und läuft bis Ende 2017. Der parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft Peter Bleser hat das Verbundprojekt mit Übergabe der Förderbescheide am 19.03.2015 in Berlin offiziell gestartet. Beim LfL-Institut für Tierernährung und Futterwirtschaft in Grub liegt die Koordination des Vorhabens unter Federführung von Prof. Dr. Hubert Spiekers.
 
Die deutschen Rinderzuchtverbände sind gebündelt über den Förderverein Bioökonomieforschung e. V. (FBF) im Projekt beteiligt und bringen neben der inhaltlichen Beteiligung auch finanzielle Beiträge in das Projekt ein. Der FBF ist ein Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden in der Tierzucht und Besamung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Tipps zur Klauengesundheit Ihrer Milchkühe

Management und Controlling helfen, die Klauengesundheit zu optimieren. Klauengesundheit, Haltungssystem, Fütterung und Stoffwechselerkrankungen hängen zusammen. © Struck
Die haltungsbedingten Einflüsse auf die Klauengesundheit sind Schmutz, Verletzungsgefahren, Feuchtigkeit und Fehler in den Funktionsbereichen. © Struck
Eine stille Brunst ist kein Fehler der Kuh, sondern ein Haltungsfehler durch den Landwirt. © Struck
Schauen Sie auf die Laufgänge. Sind dort Rutschspuren zu erkennen, müssen sie besser abgeschoben oder saniert werden. © Struck
Hält eine Kuh den Kopf nach unten und geht langsam, ist das ein Zeichen dafür, dass sie den Boden genau im Blick haben muss, weil er rutschig ist, oder zu viele Kanten vorhanden sind. © Struck
Zwei Stunden nach dem Füttern müssen über 70 Prozent der Tiere liegen. Die Kühe sollten maximal 30 Sekunden vom Eintreten in die Box bis zum Ablegen brauchen. Eine Liegezeit darf die 1,5 Stunden nicht übersteigen. © Struck
Wichtig ist, dass die Gummiböden regelmäßig mit dem Mistschieber abgeschoben werden, damit die Tiere nicht wegrutschen und der Druck auf die Klauen minimiert wird. © Struck
Auch interessant