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Lebensmittelsicherheit

Panschereien: Gips und Seife in russischen Milchprodukten gefunden

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
11.07.2016

In Russland bleiben gepanschte und gestreckte Milcherzeugnisse ein Problem. Jüngst gab es nun Funde, in denen Seife, Borsäure und sogar Gips in den Milchprodukten enthalten war.

Labor-untersuchung-fleckvieh

Dass die Verbraucher getäuscht werden, indem Milchfett durch kostengünstiges Pflanzenfett ersetzt wird, ist in Russland mittlerweile gängige Praxis, aber nicht gesundheitsgefährdend. Jüngst wurden jedoch laut des Föderalen Aufsichtsdienstes für Tier- und Pflanzengesundheit (Rosselkhoznadzor) auch Milchprodukte entdeckt, die neben Wasser mit Kreide, Seife, Borsäure und sogar Gips gestreckt waren.

Die Nachrichtenseite "Fontanka" zeigte Medienberichten zufolge kürzlich ein Experiment mit einem gefälschten Hüttenkäse, der unter starker Rauchentwicklung zehn Minuten brannte. Die Produktpanschereien haben solch ein Ausmaß angenommen, dass Rosselkhoznadzor nun auf seiner Internetseite offiziell die Verbraucher warnt und über Tricks und Betrügereien aufklärt. Es wurde eine Liste mit "ehrlichen Herstellern" veröffentlicht, auf der momentan 38 Molkereiunternehmen mit guten bis zufriedenstellenden Kontrollergebnissen genannt werden.

Eine "schwarze Liste" soll es laut Medienberichten auch geben; doch wird diese noch unter Verschluss gehalten.

64.000 Proben von Milchprodukten im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2016 hat die staatliche Überwachungsbehörde für Verbraucherschutz (Rospotrebnadzor) nach eigenen Angaben 64.000 Proben von Milchprodukten gezogen und musste danach 25 t gefälschte Erzeugnisse aus dem Verkehr ziehen. Im vergangenen Jahr waren bei 280.000 Untersuchungen gut acht Prozent der Proben auffällig, rund 66 t wurden beschlagnahmt.

Häufigster Grund der Beanstandungen war, dass Milchfett durch billige Pflanzenfette wie Palmöl, Margarine oder Sojaöl ersetzt wurde. Oftmals wurde auch der auf der Verpackung angegebene Fettgehalt unterschritten. Um die Säuerung von gepanschter Vollmilch zu verhindern, schreckten manche Hersteller laut Rosselkhoznadzor auch nicht davor zurück, Zusatzstoffe wie Seife, Kalk oder Salicylsäure beizumischen.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte Behördenchef Sergej Dankwert vor Panscherei und Falsifikaten in der russischen Milchbranche gewarnt. Er gab damals den Anteil der gehandelten Ware mit "falschem Fett" mit 11 % an, wobei einzelne Produktgruppen wie Käse auf eine weitaus höhere Mängelquote kamen.

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