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Haltung und Mast

Paraguay: MKS bricht erneut aus

von , am
06.01.2012

Asuncion - In Paraguay ist erneut die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. 150 Rinder wurden gekeult, Exporteinschränkungen sind nicht vorgesehen.

150 Rinder mussten gekeult werden. © Mühlhausen/landpixel
Die nationale Behörde für Tiergesundheit (Senacsa) bestätigte die Existenz eines neuen Seuchenherdes im nördlichen Verwaltungsbezirk San Pedro. In derselben Region war im September wegen eines anderen Herdes der Seuche der Notstand ausgerufen worden, der erst vor wenigen Tagen aufgehoben worden war. Die Internationale Organisation für Tiergesundheit (OIE) sei über den neuen Seuchenherd informiert worden, teilte Senacsa-Chef Daniel Rojas mit.
 
Zur Verhinderung der Ausbreitung der Seuche ordneten die Behörden die Schlachtung von 150 Stück Vieh eines Zuchtbetriebs an. Der neue Herd liegt etwa 30 Kilometer von dem im September entdeckten entfernt. Damals waren etwa 1.000 Rinder getötet und der Fleischexport für die Dauer von 80 Tagen ausgesetzt worden, berichtet Dow Jones News.
 
Regierung: Zweiter Ausbruch eingedämmt
 
Paraguay, das zu den zehn größten Rindfleischexporteuren der Welt zählt, führte wegen der Krise im vergangenen Jahr nur 150.000 Tonnen Rindfleisch im Wert von 700 Millionen US-Dollar (rund 538 Millionen Euro) aus. Dies war erheblich weniger als die 215.000 Tonnen für 900 Millionen US-Dollar im Jahr davor. Der zweite Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Paraguay sei eingedämmt worden und bedrohe keine weiteren Tiere. Die Rindfleischexporte laufen weiter, auch wenn der zweite Ausbruch mit dem ersten auf einer Ranch in Zentral-Paraguay im September in Verbindung stehen könnte, betonten indes Regierungsvertreter.

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