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Milchproduktion

Positive Preisentwicklung bei Milchpulver und Butter

von , am
07.04.2010

Auckland - Der Weltmarkt für Milch nimmt Fahrt auf. Die Nachfrage nach Milchpulver hat zugenommen und das Angebot wird knapper.

© fotolyse/fotolia

In der monatlichen Internet-Auktion der neuseeländischen Molkerei Fonterra zog der Durchschnittspreis für Magermilchpulver gestern gegenüber dem Vormonat um 25,5 Prozent auf 3.672 US-Dollar (2.740 Euro) pro Tonne an. Für den vorderen Liefertermin Juni wurde sogar ein Plus von 36,2 Prozent erzielt. Wie die Handelsplattform Global Dairy Trade weiter bekannt gab, sprang der Preis für Vollmilchpulver um 21 Prozent auf 3.969 US-Dollar (2.962 Euro) je Tonne. Butteröl (AMF) wurde um 21,9 Prozent teurer.

Paul Grave, der Manager der Handelsplattform, berichtete von einer starken Nachfrage nach allen Produkten. Nach seiner Auffassung spiegeln die Preise eine Verknappung des Angebots zum Ende der australisch-asiatischen Erzeugungssaison wider.

Rohstoffwert Milch steigt um 0,5 Cent

Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewertet die aktuellen Aussichten für die Milcherzeuger als günstig. Ein Jahr nach dem Ende der Krise am Milchmarkt entspanne sich die Lage weiter, meint der DBV. Als Gründe nannte der Verband die EU-weit moderate Milchanlieferung und den deutlich belebten Export. Der DBV sieht die Molkereien daher finanziell in der Lage, die Erzeugerpreise zu erhöhen. Zum Beleg verwies der Verband auf den vom Kieler Informations- und Forschungszentrum für Ernährungswirtschaft (ife) errechneten Rohstoffwert der Milch, der im März um 0,5 Cent auf 25,6 Cent je kg Milch kletterte.

Butter wieder leicht teurer

Auch die Butterpreise sind um 20 Cent/kg auf nunmehr 3 Euro/kg angezogen. Für das Päckchen Butter nehmen die Discounter nun 85 Cent/kg statt 79 Cent/kg. Gegenüber anderen falschen Presseberichten hat sich seit gestern Päckchen Butter um 6 Cent/kg und nicht um 20 Cent/kg verteuert. Der neue Butterkontrakt läuft bis Mitte Mai. (dlz agrarmagazin, leh/jo)

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