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Rinderhaltung

Aus der Praxis: Städter bekommen Einblicke in die Landwirtschaft

Highland-Rinder auf der Weide
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Maren Diersing-Espenhorst, agrarheute
am
09.02.2018

Stadtbewohnern die Landwirtschaft und besonders die Rinderhaltung nahebringen – das ist das Ziel des Cowsharing-Projekts in Osnabrück.

Zwei Highland-Kälber toben über die schneebedeckte Weide. Weiter hinten stehen einige zottelige Rinder und fressen gelassen Heulage. „Das ist unsere kleine  Highland-Herde“, erklärt Jan-Philip Kunath, Mitbegründer des Weidelandschaften e.V. in Osnabrück.

Seit über zwei Jahren halten er und einige rinderbegeisterte Osnabrücker Hochlandrinder. Diese Tiere sind Teil des Projekts „Cowsharing“, das Städtern Landwirtschaft und Nutztierhaltung näherbringen soll und von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert wird. Die Cowsharer haben die kleine Mutterkuhherde mit Unterstützung des Vereins aufgebaut. Zu dem Projektvieh gehört auch das Angusrind. Die Tiere werden in den Sommermonaten auf extensiv bewirtschafteten Weiden gehalten und am Ende der Saison geschlachtet.

4 Rinder, 28 Halter

„Im Frühjahr kaufen wir vier etwa 14 Monate alte Angusrinder von einem Biobetrieb“, erklärt Jan-Philip Kunath. „Diese werden jeweils zu zweit auf eine Weide gebracht und dort von 14 Teilhabern betreut.“ Diese Teilhaber mussten sich frühzeitig für das Projekt anmelden. „Wir sind 2015 mit dem Pilotprojekt gestartet“, berichtet der 46-jährige Osnabrücker. „Die Nachfrage war aber so groß, dass wir gleich vier Rinder und 28 Teilnehmer hatten.“

Das hört sich erst einmal nicht sonderlich aufwendig an. „Ist es aber“, sagt Jan-Philip Kunath. „Schließlich sind die Teilnehmer keine Landwirte, sondern Stadtbewohner, die zwar Interesse an der Rinderhaltung haben, aber diese erst einmal lernen müssen.“

Deshalb erhalten die Cowsharer einen Crashkurs: „Wenn wir die Rinder im Mai auf die Weide bringen sind die 14 Mitglieder der Gruppe dabei und wir erklären ihnen ihre Aufgaben“, so der Initiator. „Die Teilnehmer wechseln sich dann im 14-tägigen Rhythmus mit der Tierkontrolle ab.“ Dabei achten sie besonders darauf, ob die Tiere fit sind. Außerdem müssen der Zaun und die Tränkefässer kontrolliert werden. Ist etwas defekt, muss der Teilnehmer Hand selbst anlegen und es reparieren.

Der vollständige Beitrag ist in agrarheute RIND 02/2018 erschienen.

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Städter halten Fleischrinder

Highland-Rinder auf der Weide
Jan-Philip Kunath züchtet Highland-Rinder
Hochland-Bulle auf der Winterweide.
Zwei Hochland-Kälber auf der Weide.
Hochlandrinder wurden auf die Weide gebracht
Jan Philip Kunath mit Hochlandrindern.
Angus-Rinder auf der Weide.
Schafe auf der Weide
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