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Ökologische Landwirtschaft

Preise für Ökoschweine sind deutlich gestiegen

Schweine im Stroh
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Katharina Krenn, agrarheute
am
07.02.2017

Öko-Schweinehalter blicken auf ein erfolgreiches Wirtschaftsjahr zurück. Teilweise wurden für Bioschweine Rekordpreise von vier Euro je Kilogramm Schlachtgewicht erzielt.

Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtet befindet sich der Ökoschweinemarkt im Aufschwung. Kurzfristig seien Schweine mit einem Rekordpreis von vier Euro je kg Schlachtgewicht gehandelt worden. Im Wirtschaftsjahr 2016/17 wurden laut Kammer in Niedersachsen durchschnittliche Nettoerlöse von 3,70 Euro je kg Schlachtgewicht erzielt.

Zudem konnten Bioschweinehalter mit der sogenannten Ringelschwanzprämie 16,50 Euro zusätzlich je Mastschwein abgreifen, die fast jeder Bioschweinemäster in Niedersachsen in Anspruch genommen habe.

Ferkelerlöse stiegen um 14,50 Euro

In der Ferkelerzeugung habe sich die direktkostenfreie Leistung mit 1.203,81 Euro je Sau bei 20 verkauften Ferkeln gegenüber dem Vorjahr nochmals um 235,21 Euro verbessert. Die erreichte Wirtschaftlichkeit in der Sauenhaltung liegt somit gut 271 Euro je Sau über dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre.

Die Ferkelerlöse stiegen um 14,50 Euro auf 145,00 Euro je 30 kg Ferkel. Somit wurden für Ferkel die absolut höchsten Erlöse in den letzten Auswertungsjahren erreicht.

Die Aussichten bleiben gut

Die aktuelle positive Marktsituation soll sich weiter festigen, so die Prognose. Für 2018 habe der Handel schon wieder zusätzlichen Bedarf angemeldet. Ob die hohe Wirtschaftlichkeit bei gleichbleibender Leistung gehalten werden kann, bleibe abzuwarten.

Der größte Teil der Schlachtschweine werde inzwischen ohne Klassifizierung zum Festpreis vermarktet. "Umbrüche in der Vermarktung hat es durch die Einführung von langjährigen Vermarktungsverträgen mit Preisgarantien gegeben, womit sich der Lebensmitteleinzelhandel die Versorgung mit Schweinefleisch aus ökologischer und tiergerechter Haltung sichern will", so die Kammer.

Versorgung mit Bioferkeln knapp

Problematisch werde die Versorgung mit Bioferkeln, prognostiziert die Kammer. Konventionelle Ferkelerzeuger stellten, trotz hohem Interesse, aufgrund der hohen Umbaukosten und des Eigenkapitalverlustes der letzten Wirtschaftsjahre, nur in Ausnahmefällen um. Daneben entstünden aber neue Mastställe auf Umstellungsbetrieben und vorhandenen Biobetrieben.

Mit Material von LWK Niedersachsen

Im Abferkelstall: So fühlen sich Sau und Ferkel wohl

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