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Milchmarkt

Preisranking: Diese Bundesländer zahlten am meisten für Milch

© agrarfoto
von am
18.01.2017

Der Anstieg der Milchpreise in Deutschland war im November gebremster. Bayern ist vom 2. Platz im Ranking der Milchauzahlungspreise stark abgerutscht.

Im November lag der von der BLE ausgewiesene Durchschnitts-Milchpreis mit 4,0 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß (ab Hof) bei 31,19 Cent je kg. Im Oktober hatte die BLE für Deutschland einen Milchpreis von rund 28,84 Cent ermittelt. Das bedeutet für den November einen Anstieg von immerhin 2,35 Cent, nach einem Plus von 3,14 Cent im Oktober, berichtet Dr. Olaf Zinke im agrarmanager.

Platz 11: Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland

Niedrigere Milchpreise gab es mit 30,11 Cent nur noch in Hessen/Rheinland-Pfalz und im Saarland. Allerdings meldete man von dort im November mit 4,3 Cent auch den mit Abstand stärksten Preisanstieg im Vergleich zum Vormonat.

Platz 10: Nordrhein-Westfalen

Die Auszahlungspreise in Nordrhein-Westfalen lagen im November bei 30,26 Cent und damit 2,1 Cent höher als im Vormonat.

Platz 9: Mecklenburg-Vorpommern

Aus Mecklenburg-Vorpommern meldete man Auszahlungspreise von 30,56 Cent. Im Vergleich zum Vormonat sind die Preise damit 2,2 Cent gestiegen.

Platz 8: Bayern

Von Position zwei auf Platz 8 im Preis-Ranking der Bundesländer zurückgefallen ist im November Bayern. Im größten deutschen Milchland stiegen die Auszahlungspreise lediglich um 1,6 Cent auf 30,66 Cent je kg Milch.  

Platz 7: Brandenburg/Berlin

Der Milchpreis in Brandenburg lag im November bei 31,21 Cent und damit 2,8 Cent höher als im Vormonat.

Platz 6: Niedersachsen/Bremen

Gegenüber dem Vormonat auf Position sechs zurückgefallen ist der zweitgrößte deutsche Milcherzeuger Niedersachsen. Dort sind die Auszahlungspreise im November um 2,3 Cent auf 31,22 Cent gestiegen. Damit wird jedoch der bundesdeutsche Mittelwert (31,19) noch knapp übertroffen.

Platz 5: Sachsen-Anhalt

Noch etwas über dem deutschen Durchschnitt lagen im November außerdem noch die Auszahlungspreise in Sachsen-Anhalt. Aus Sachsen-Anhalt meldet man für den November einen Preis von 31,31 Cent und immerhin einem Aufschlag zum Vormonat von 3,4 Cent.

Platz 4: Thüringen

Auf Position vier unter den deutschen Bundesländern schiebt sich im November Thüringen mit einem Auszahlungspreis von 31,78 Cent und einem Preisanstieg von 3,0 Cent.

Platz 3: Sachsen

Den dritthöchsten Milchpreis meldete die BLE im November aus Sachsen mit 32,22 Cent und einem kräftigen Preisaufschlag gegenüber dem Vormonat von 3,2 Cent. Milchpreise von mehr als 32 Cent zahlten die Molkereien im November lediglich in den drei Bundesländern Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg und in Sachsen.

Platz 2: Baden-Württemberg

Auf Position zwei in der Höhe der Auszahlungspreise schob sich im November Baden-Württemberg. Im Südwesten betrug der Preisaufschlag gegenüber dem Vormonat 2,2 Cent auf 32,49 Cent je kg.

Platz 1: Schleswig-Holstein

Die höchsten Milchpreise (für Rohmilch mit 4,0 % und 3,4 % Eiweiß, ab Hof) in Deutschland wurden im November erneut in Schleswig-Holstein gezahlt. Allerdings war der Anstieg der Preise in Schleswig-Holstein (nach dem kräftigen Sprung der beiden Vormonate) am geringsten von allen Bundesländern. Im November sind die Preise in Schleswig-Holstein um 1,1 Cent auf 32,96 Cent gestiegen.

Clevere Milchkühlung mit Solarenergie

Solarmilchkühlung für afrikanische Milchviehhalter
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Weil sie über keinen Stromanschluss verfügen, können viele afrikanische Kleinbauern mangels Kühlmöglichkeit nur einen Teil ihrer Milch vermarkten und so das Potential ihrer Betriebe nicht voll ausschöpfen. Das neue Kühlsystem auf Solarbasis soll nun Abhilfe schaffen. © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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Anschließend wird die Milchkanne mit einer Isolierung umfasst, um Kälteverluste zu reduzieren. © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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"In Tunesien haben 85 Prozent der Milchbauern weniger als zehn Kühe und oft keinen Stromanschluss", umreißt Prof. Dr. Joachim Müller vom Fachgebiet Agrartechnik in den Tropen und Subtropen an der Universität Hohenheim das Problem. Dadurch gebe es auf den Betrieben keine eigene Milchkühlung. © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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Milchtransport mit Moped
...dem Moped... © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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oder dem Fahrrad, die Milch muss schnellstmöglich zur Sammelstelle gebracht werden. Gerade in den heißen Monaten des Jahres oder nach langem Transport wird leider viel Milch aufgrund mangelnder Qualität zurückgewiesen. Dank gekühlten und isolierten Milchkannen könne die Milchqualität aber erhalten werden und sorge so für Premiumpreise, so die Doktorandin Ana Salvatierra-Rojas. © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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Zehn Prototypen einer solchen Solar-Kühlanlage sind seit April 2016 in Tunesien im Testbetrieb. Die Versuche vor Ort sollen Aufschluss über das Potenzial des Systems unter realen Bedingungen geben. Anhand des Feedbacks der Bauern können dann gegebenenfalls Verbesserungen am System vorgenommen werden. © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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Solar-Milchkühlungsanlage in Kenia
Neben den Milchkühlungsanlagen soll es bald auch solarbetriebene Melk- und Reinigungsmaschinen geben. Diese seien allerdings noch in der Entwicklung. © Institut für Agrartechnik, Universität Hohenheim
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