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Haltung und Mast

Preissteigerung im Rindersektor

von , am
10.07.2012

Bonn - Fast alle Betriebszweige in der Nutztierhaltung konnten im ersten Halbjahr dieses Jahres steigende Preise verzeichnen. Die Preise für Schlachtkälber sanken hingegen um zwei Prozent.

Anfang Juli strahlte die ARD eine Doku über die kriminellen Machenschaften in der Fleischbranche aus. © Mühlhausen/landpixel
Nach Auswertungen der AMI konnten sich Rindermäster bei den männlichen Tieren über rund zehn Prozent höhere Preise freuen. Die Erzeugerpreise für Jungbullen der Klasse O3 lagen im Mittel des ersten Halbjahres bei 3,55 Euro je Kilo Schlachtgewicht (EUR/kg SG). Die Ursache dieser Entwicklung ist weniger angebotsbedingt, als vielmehr dem regen Wettbewerb der Schlachtereien um den Rohstoff geschuldet.
 
Weibliche Tiere erzielten noch stärkere Preissteigerungen: Bei Färsen der Handelsklasse R3 konnte ein Plus von zwölf Prozent auf durchschnittlich 3,51 EUR/kg SG verbucht werden. Gleichzeitig stiegen die Erzeugerpreise bei Kühen der Klasse O3 sogar um +18 % auf 3,16 EUR/kg SG. Bei weiblichen Schlachtrindern ist die im Verhältnis zum Bedarf der Schlachtereien knappe Verfügbarkeit der Schlachttiere der Grund für die Verteuerung.
 
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