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Prognose: EU-Milchproduktion steigt 2017 moderat

Milch wird ausgegossen
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Anke Fritz, agrarheute
am
20.12.2016

Für das Jahr 2017 rechnet das USDA mit einem Anstieg der Milchproduktion in der Europäischen Union von 0,3 Prozent.

Die Milchproduktion wird in den kommenden zehn Jahren sowohl in der EU als auch weltweit zunehmen, das Wachstum wird allerdings moderater ausfallen als in den vergangenen Jahren. Kurzfristig kann es weiterhin zu einem Ungleichgewicht zwischen Angebot und Bedarf kommen, dem entsprechend können Milchpreisschwankungen, wie sie etwa in der EU seit 2007 beobachtet werden, nicht ausgeschlossen werden.

 

Weltweite Milchproduktion steigt 2017 leicht an

Das USDA rechnet im Jahr 2017 mit einer um 1,7 Prozent oder 8,2 Millionen Tonnen höheren Produktion weltweit, wie Agra-Europe schreibt. Dabei legt vor allem die Produktion in Indien mit einem Plus von 4 Millionen auf 72 Millionen Tonnen Milch zu. Das hat auf den globalen Markt allerdings kaum Auswirkungen, da Indien praktisch nicht am Welthandel teilnimmt und die Milch selbst braucht.

In der EU rechnet das USDA mit 0,3 Prozent mehr Milch (152,5 Mio t) und in Neuseeland mit 1,1 Prozent (21,6 Mio t). In den USA wird ein Wachstum um 2,1 Prozent auf 98,3 Millionen Tonnen erwartet. Die Erzeugermilchpreise dürften sich in der EU in den kommenden Jahren weiter erholen. Allerdings würden die hohen Bestände in der öffentlichen Lagerhaltung im Umfang von umgerechnet rund 2,7 Mio. t Milch den Preisaufschwung in den nächsten Jahren bremsen.

Milchprodukte: Konsum steigt weltweit

Nach einer Stagnation im vergangenen Jahr werde der globale Bedarf an Milchprodukten in den kommenden Jahren wieder zunehmen, allerdings in geringerem Umfang als bisher, erwartet die Kommission. Im Schnitt soll der Konsum von Milchprodukten im kommenden Jahrzehnt um 1,8 Prozent jährlich steigen, das wären rund 16 Mio. t Milchäquivalent. Der höchste Zuwachs wird dabei in Indien erwartet, aber auch in Australien, der EU und den USA soll der Verbrauch zulegen.
 

China bleibt größter Importeur von Molkereiprodukten

China wird der Prognose zufolge der größte Importeur von Molkereiprodukten bleiben und 2026 in diesem Bereich einen Welthandelsanteil von rund 15 Prozent aufweisen. Dennoch dürfte das Reich der Mitte bei den Einfuhren von Vollmilchpulver nicht mehr die Höchstwerte des Jahres 2014 (670.000 t) erreichen. Sehr wohl wird aber bei Magermilchpulver mit einer deutlichen Ausweitung der Einfuhren gerechnet, gleiches gilt für Produkte wie Käse, Butter und H-Milch. China ist der größte Kunde der EU, was Fertignahrung für Kleinkinder betrifft.

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Kalendermotiv Alpenmilk 2017
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