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Qualitätssicherung

QS-Leitfäden: Die wichtigsten Änderungen für Rinderhalter

QS-Siegel
am
11.01.2019
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Für QS-Tierhalter gelten seit 2019 neue Leitfäden. Die wichtigsten Änderungen haben wir für Sie zusammengefasst.

Jedes Jahr werden die Leitlinien im Zuge der Revision weiter präzisiert und an neue gesetzliche Vorgaben angepasst. Die Leitfäden Landwirtschaft wurden an zahlreichen Stellen vereinfacht bzw. gekürzt. Einige Kapitel wurden vollständig gestrichen.

Änderungen im Leitfaden Rinderhaltung ab 2019

Herkunft und Vermarktung:

  • Nur Tiere aus QS-zertifizierten und lieferberechtigten Betrieben dürfen als QS-Tiere vermarktet werden (unter QS-Tieren werden im Folgenden Tiere verstanden, die nach den Anforderungen des QS-Systems in einem QS-zertifizierten Betrieb produziert und vermarktet worden sind).
  • Alle (auch zugekaufte) Rinder müssen mindestens die letzten sechs Monate durchgängig vor der Schlachtung unter QS-Bedingungen gehalten werden, Mastkälber nach dem Absetzen für die gesamte Mastdauer (max. acht Monate Lebensalter). Ist in Einzelfällen (Mastkälber ausgenommen) eine Vermarktung vor Ablauf der Sechs-Monats-Frist notwendig, so dürfen diese Rinder nicht als QS-Tiere vermarktet werden. Sofern einzelne Mastkälber (maximal 1 % je Vermarktungseinheit) älter als acht Monate sind, dürfen sie als QS-Tiere, wenn auch nicht als Mastkälber, vermarktet werden.

Allgemeine Haltungsanforderungen:

  • Bei der Aufstallung der Mastkälber ist zu beachten, dass die Einstallung zu einer Mastgruppe maximal über einen Zeitraum von drei Wochen erfolgen darf. Tiere dürfen spätestens drei Monate vor der geplanten Schlachtung nicht mehr in einen anderen Betrieb verbracht werden, es sei denn es handelt sich um einen Stall, der unter der gleichen VVVO-Nummer läuft, oder um die gleiche Stallanlage, auch wenn diese unter einer anderen VVVO-Nummer läuft.

Umgang mit erkrankten und verletzten Tieren:

  • Jedes nicht therapierbare Tier muss, um unnötige Leiden zu ersparen, unverzüglich auf dem Betrieb betäubt und getötet werden.

Hygiene der Fütterungsanlagen:

  • Tröge und technische Einrichtungen, die für die Herstellung von Futtermischungen benötigt werden, sind täglich zu kontrollieren und bei Bedarf zu säubern. Nach dem Einsatz von Arzneimitteln müssen die Anlagen gereinigt werden, um Rückstände zu vermeiden. Anlagen, Ausrüstungen, Behälter, Futtertransportkisten und Fahrzeuge (insbesondere beim Einsatz von Fütterungsarzneimitteln), mit deren Hilfe Futtermittel hergestellt, behandelt, sortiert, verpackt, gelagert und befördert werden, sind sauber zu halten und erforderlichenfalls nach der Reinigung ordnungsgemäß zu desinfizieren.

Lagerung von Arzneimitteln und Impfstoffen:

  • Arzneimittel und Impfstoffe sind entsprechend der Herstellerangaben aufzubewahren. Sie müssen für Unbefugte, wie betriebsfremde Personen und Kinder, nicht erreichbar in einem abgeschlossenen Behältnis/Schrank oder nicht zugänglichem Raum gelagert werden, sofern vom Hersteller gefordert, müssen die Präparate gekühlt gelagert werden.

Reinigung und Desinfektion von Tranportmitteln:

  • Reinigung und Desinfektion von Transportmitteln: Desinfektionsbuch muss für Tiertransporte zum Schlachtbetrieb geführt werden

 

Mit Material von QS Qualität und Sicherheit GmbH
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