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Milchproduktion

Quote überliefert: Österreicher müssen Superabgabe zahlen

von , am
22.02.2012

Wien - In Österreich wird eine Superabgabe von mindestens 29 Millionen Euro fällig. Bis Ende Januar wurde die Milchquoten um über 104.000 Tonnen überliefert.

Die Großhandelspreise für Milchprodukte sind im September weiter gefallen. © Mühlhausen/landpixel
Was sich vergangene Woche in der jüngsten Anlieferungsstatistik der Agrarmarkt Austria abgezeichnet hat, wird jetzt durch das neue Milchbarometer bestätigt: Die österreichischen Bauern steuern trotz der vorsichtigen Bremsmanöver im Januar auf eine hohe Quoten-Überlieferung zu.
 
Von April 2011 bis Januar 2012 wurde die anteilige Referenzmenge bereits um 104.354 Tonnen überschritten. Dies hätte für die überliefernden Betriebe in Summe eine Zusatzabgabe von rund 29 Millionen Euro zur Folge. Zu Jahresende machte die Überschreitung bereits 90.000 Tonen aus. Bis Ende März haben die betroffenen Betriebe noch die Möglichkeit, die Superabgabe für dieses Quotenjahr ein wenig zu verringern.

Knapp 28 Cent je Kilo Überlieferung

Auf EU-Ebene wurde für Quotenüberschreitungen eine Abgabe von 27,83 Cent je Kilo Milch beschlossen. Daraus errechnet sich bis Ende Januar bereits eine Zusatzabgabe von 29 Millionen Euro. Die AMA-Experten gehen aufgrund des hohen Anlieferungsniveaus in den vergangenen Dekaden davon aus, dass sich der aktuelle Trend weiter fortsetzen wird und die Überlieferung bis Ende März auf fünf Prozent ansteigen könnte. Auch die bisherigen Erwartungen zur Höhe der Basisabgabe und zur Abgabe mit Zuschlag (für höhere Quotenüberschreitungen) müssen mittlerweile nach oben revidiert werden.
 

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