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Milchproduktion

Quotendebatte: Jetzt doch mildere Strafen?

© ec/EUKommission
von , am
06.05.2014

Unter anderem deutsche Landwirte haben im abgelaufenen Quotenjahr deutlich zuviel Milch erzeugt. Bislang lehnte Agrarkommissar Dacian Ciolos mildere Strafen kategorisch ab. Das könnte sich jetzt ändern.

Dacian Ciolos zeigt sich bei der überschrittenen Milchquote jetzt doch gesprächsbereit. © Rkopf/agrarheute.com
In die Debatte um die Strafabgaben für Milcherzeuger ist Bewegung gekommen. Bisher hatte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos einen Erlass strikt abgelehnt. Jetzt will er noch mal über den Korrekturfaktor für das Fett mit sich reden lassen, der die Strafen etwas abmildern könnte.
 
Nach wie vor betont Ciolos jedoch, dass die Festlegung der Fettkorrektur allein Sache der EU-Kommission ist. Zudem würden Landwirte, die ihre Quote einhalten, durch einen Straferlass benachteiligt. Deshalb müsse man sich eine solche Entscheidung gut überlegen, so Ciolos am Rande des EU-Agrarministertreffens in Athen.

Bedingung: Eine Mehrheit für mildere Strafen

Trotzdem will der Kommissar jetzt im Juni mit den nationalen Landwirtschaftsministern über den Milchmarkt und die Fettkorrektur sprechen. Sollte sich eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten für eine Abmilderung der Strafen wegen Quotenüberschreitung aussprechen, werde die Kommission einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.
 
In Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Irland und Österreich wurde laut vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Quotenjahr zu viel Milch erzeugt. Besonders Deutschland und die Niederlande dürften eine Rekordüberlieferung verzeichnen. 

Ciolos: Nein zu milderen Strafen für überschrittene Milchquote (Januar 2014)

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