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Kälber müssen 28 Tage auf Betrieb bleiben

Rechtssicherheit: Das Aufstellen von Kälberiglus ist verfahrensfrei

Kälber müssen jetzt 28 Tage auf dem Betrieb gehalten werden. Das Aufstellen mobiler Kälberhütten und -iglus hat dadurch erheblich zugenommen.
am Montag, 17.10.2022 - 12:18 (2 Kommentare)

Kälber müssen mit neuer Transportverordnung länger auf den Betrieben bleiben. Damit steigt der Bedarf an Kälberplätzen. Die LWK Niedersachsen schafft dafür Rechtssicherheit und veröffentlicht Leitfaden.

Die neueste Anpassung der Tierschutztransportverordnung stellt viele tierhaltenden Betriebe vor eine besondere Herausforderung. Ab dem 1.1.2023, nach Ende der Übergangsfrist dürfen Kälber erst ab einem Alter von 28 Tagen transportiert werden. Der Bedarf an Kälberplätzen und die Nachfrage nach Kälberhütten steigen somit. Zudem herrscht Verunsicherung über die Handhabung, das Aufstellen und die damit verbundene Rechtssicherheit.

Leitfaden und eindeutige Rechsgrundlage zur Kälberhaltung

Um das Aufstellen von Kälberhütten zur erleichtern und Rechtssicherheit zu gewähren, haben die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die zuständigen niedersächsischen Ministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz schnell die Verfahrensfreiheit bei der Schaffung des zusätzlich benötigten Platzes zur Kälberaufzucht in der Form von Kälberiglus festgelegt. Wichtig sei aber, dass bei einer verfahrensfreien Baumaßnahme dennoch alle anderen rechtlichen Vorgaben – etwa zum Natur- und Umweltschutz sowie zu den Haltungsbedingungen – einzuhalten sind. Um hier den Überblick nicht zu verlieren wurde ein Leitfaden entwickelt, der Online als PDF eingesehen und heruntergeladen werden kann.

Für Kammerpräsident Gerhard Schwetje ist der Leitfaden und das Ergebnis ein wichtiges Signal: „Wir haben eine eindeutige Rechtsgrundlage, dass das Aufstellen der Iglus als eine verfahrensfreie Baumaßnahme nach § 60 Niedersächsische Bauordnung NBauO behandelt wird.“

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