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Milchproduktion

Rekordmilchgeld in 2013

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von , am
25.03.2014

Bonn - 37,69 Euro je 100 Kilo Milch haben Molkereien 2013 im Schnitt an Milchgeld für Standardmilch gezahlt. Das ist ein Rekordmilchgeld, wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) informiert.

Bayern produziert mit 24,3 Prozent die meiste Milch in Deutschland. © landpixel
Die Milcherzeuger in Deutschland haben sich im vergangenen Jahr über ein Rekordmilchgeld freuen dürfen. Nach vorläufigen Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zahlten die Molkereien für eine Standardmilch mit 4,0 Prozent (%) Fett und 3,4 % Eiweiß im Bundesdurchschnitt 37,69 Euro/100 Kilogramm (kg) - das waren 5,70 Euro oder 17,8 % mehr als im Vorjahr.
 
Soviel Geld haben die Erzeuger für ihren Rohstoff seit der Wiedervereinigung nicht mehr erhalten.

NRW-Milchbauern erhalten mit kanpp 40 Euro am Meisten

Der stärkste Anstieg der Auszahlungsleistung war 2013 in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen; dort kletterte der Milchpreis im Vergleich zum Vorjahr um fast 25 % auf 39,21 Euro/100kg. Dies war zugleich das höchste Niveau bundesweit.
 
Mit einem Plus von 22 % auf 38,51 Euro/100 kg erlösten auch die Milchbauern in Schleswig-Holstein überdurchschnittlich viel für ihre Milch.
 
Der geringste Zuwachs erfolgte mit 13,8 % auf 37,84 Euro/100 kg in Bayern, doch hatten die dort ansässigen Milchverarbeiter im Vorjahr mit 33,26 Euro/100 kg deutschlandweit den höchsten Preis bezahlt.

Butter- und Magermilchproduzenten profitieren besonders

Die regional unterschiedlichen Entwicklungen resultieren nach Angaben des Verbandes der Milcherzeuger Bayern (VMB) aus den differierenden Verwertungsschwerpunkten der Molkereien. Besonders profitiert hätten im vergangenen Jahr aufgrund der Marktentwicklung Molkereien mit einem hohen Produktionsanteil von Butter und Magermilchpulver sowie Unternehmen, die stark im Exportgeschäft engagiert gewesen seien.

Milchpreisunterschiede verringern sich

Die Daten der BLE zeigen aber auch, dass sich Milchpreisunterschiede einebnen können. Wichen im vergangenen Jahr die Auszahlungspreise der Molkereien in West und Ost im Mittel noch um 0,56 Cent je Kilogramm (Cent/kg) voneinander ab, war 2013 nur noch ein Unterschied von 0,03 Cent/kg gegeben.
 
Trotz des deutlichen Anstiegs der Rohmilchpreise darf nicht übersehen werden, dass die Erzeuger seit Jahren auch mit steigenden Produktionskosten zu kämpfen haben.
 

Marktreport: Erzeugerpreise deutlich unter Vorjahr

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