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Haltung und Mast

Rekordpreis für Schlachtrinder

von , am
11.09.2012

Bonn - Wie die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung mitteilt, erreichten die Preise für Jungbullen mit bis zu vier Euro pro Kilogramm Anfang September einen neuen Rekord.

Da die Mehrwertsteuereinnahmen aus den Import von Zuchtrindern ohnehin nicht so üppig ausfallen, erwägt Russland nun ganz auf die Steuer zu verzichten. © Petra Nickisch
Die Preise für Schlachtrinder haben Anfang September in Deutschland eine neue Rekordhöhe erklommen. Daten der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zufolge, erlösten Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 2. September im Bundesdurchschnitt 3,99 Euro pro Kilogramm Schlachtgewicht (SG) - so viel wie niemals zuvor.
 
 
 
Für mittlere bis gute Qualitäten erhielten die Erzeuger deutschlandweit bereits mehr als vier Euro pro Kilogramm, in Süddeutschland wurden Bullen aller Handelsklassen im Berichtszeitraum für vier Euro oder mehr abgerechnet.

Steigende Nachfrage bis zu den Festtagen

Noch ist nicht abzusehen, wann die Preishausse beendet sein wird. Gewöhnlich befinden sich die Preise bis zum Weihnachtsgeschäft saisonal im Aufwind, denn die Nachfrage nimmt mit Beginn der kühleren Jahreszeit bis zu den Festtagen am Jahresende zu. Allerdings ist durch die erfolgte Verteuerung der Rinder eine gewisse Kaufzurückhaltung beim Verbraucher zu spüren.
 
Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zufolge kauften die Privathaushalte von Januar bis Juli 2,5 Prozent weniger frisches Rindfleisch im Handel als im Vorjahreszeitraum, wobei das um 4,4 Prozent höhere Preisniveau sicher ein Faktor war.

Rindfleischerzeugung leicht rückläufig

Auf der anderen Seite rechnen Marktexperten aber weiterhin mit einer leicht rückläufigen Rindfleischerzeugung. Laut Statistischem Bundesamt waren im Mai 2012 in Deutschland 0,7 Prozent weniger Rinder als im Vorjahresmonat aufgestallt; die Schlachtungen von Großrindern lagen im ersten Halbjahr 2012 um 1,8 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
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