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Haltung und Mast

Rheinland-Pfalz: Missgebildetes Lamm hat Schmallenberg-Virus

von , am
23.02.2015

Nachdem Ende vergangenen Jahres erstmals seit fast zwei Jahren wieder das Schmallenberg-Virus nachgewiesen wurde, gibt es jetzt einen neuen Fall. Der Erreger wurde bei einem missgebildeten Lamm nachgewiesen.

In Rheinland Pfalz wurde ein neuer Fall des Schmallenberg-Virus entdeckt © landpixel
Das Schmallenberg-Virus kursiert weiter in der rheinland-pfälzischen Nutztierpopulation. Das Landesuntersuchungsamt (LUA) hat den Erreger jetzt bei einem missgebildeten tot geborenen Lamm aus dem Norden des Landes nachgewiesen.Tierhalter sollten ihre Herden während der nun beginnenden Ablamm- und Abkalbeperiode genau beobachten und wenn nötig Geburtshilfe leisten.
Als Spätfolge einer Infektion mit dem Schmallenberg-Virus bringen trächtige Muttertiere Kälber und Lämmer mit zum Teil stark missgebildeten Gliedmaßen zur Welt, was bei der Geburt zu Komplikationen führen kann. Als Spätfolge einer Infektion bringen sie aber Kälber und Lämmer mit zum Teil stark missgebildeten Gliedmaßen zur Welt, was bei der Geburt zu Komplikationen führen kann. Typisch sind auch massive Missbildungen am Gehirn, die sich am Schädel manifestieren können.

Schmallenberg-Virus: Proben verdächtiger Tier einsenden

Wie das LUA Rheinland-Pfalz rät, sollten Tierhalter ihre Herden während der Ablamm- und Abkalbeperiode deshalb genau beobachten und - wenn nötig - Geburtshilfe leisten. Viele der betroffenen Jungtiere werden entweder schon tot geboren, verenden kurz nach der Geburt oder müssen eingeschläfert werden. Tote und missgebildete Kälber und Lämmer sollten zur Untersuchung auf Schmallenberg-Virus an das Landesuntersuchungsamt, Institut für Tierseuchendiagnostik in Koblenz geschickt werden. Die Kosten für die Untersuchung trägt das Land Rheinland-Pfalz. 

Erstes Auftreten des Schmallenberg-Virus seit 2012

Das Schmallenberg-Virus wird durch Stechmücken (Gnitzen) von Tier zu Tier und von der Mutter auf den Fetus übertragen. Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung. Tierhalter können lediglich versuchen, ihre Tiere
  • mit insektenabwehrenden Mitteln (Repellentien) oder
  • durch die Unterbringung im Stall vor Mückenstichen zu schützen.
Es handelt sich um die ersten Nachweise von Schmallenberg-Virus in Rheinland-Pfalz im Jahr 2014. Nach dem ersten Auftreten Anfang 2012 hatte das LUA den Erreger im Laufe des Jahres in 95 Beständen festgestellt. 2013 war das Schmallenberg-Virus in Rheinland-Pfalz nicht nachgewiesen worden. 
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