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Rinderhaltung

Richtige Fütterung senkt Ammoniak-Emission

Externer Autor
am
11.11.2015

Laut niederländischen Untersuchungen können die Ammoniak-Emissionen in der Rinderhaltung mit einer proteinreduzierten Fütterung reduziert werden. Das stellt eine praktikable Lösung für die Haltung in offenen Ställen dar.

Betriebe, die neu bauen oder ihren Bestand erweitern wollen und in der Nähe von empfindlichen Gebieten, wie z.B. Wald oder FFH-Gebieten, liegen, müssen für einen Bauantrag nachweisen, dass im Stall weniger Ammoniak freigesetzt wird. Als eine der Maßnahmen zur Emissionsminderung ist in der VDI-Richtlinie die bedarfsgerechte Fütterung aufgeführt, die die NH3-Ausgasung reduzieren soll.

Senkung des Milchharnstoffgehalts reduziert Ammoniak

Niederländische Untersuchungen konnten den Zusammenhang zwischen Milchharnstoffgehalt und Ammoniakemissionen im Stall nachweisen. Eine Senkung des Rohproteingehaltes im Rinderfutter führt zur Reduktion des Milchharnstoffgehaltes und folglich zu einer geringeren NH3-Ausgasung. Nach Expertenmeinung sind die Zusammenhänge auch auf die Verhältnisse hierzulande übertragbar, berichtet die Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Denn in Deutschland fehlen bisher entsprechende Untersuchungen in offenen Ställen. In den Niederlanden wird davon ausgegangen, dass eine Senkung des Milchharnstoffgehaltes um 10 mg/l Milch die Ammoniakemission um 2,6 Prozent reduziert.

Fütterungskonzept erstellen

Möchte ein bauwilliger Betrieb, der oberhalb von 200 mg/l liegt, eine NH3-Reduktion anerkannt bekommen, muss er ein schlüssiges Fütterungskonzept durch eine externe Beratungseinrichtung vorlegen, berichtet die LWK Niedersachsen. Anschließend wird die Reduzierung über den Harnstoffgehalt der Sammelmilch kontrolliert. Grundsätzlich sollen die Milchharnstoffgehalte im laufenden Mittel von drei Jahren bewertet werden. Bei der Beurteilung der Stallfütterung bleibt der Milchharnstoffgehalt bei Weidegang außen vor, da das unterschiedliche Absetzen von Kot und Harn auf der Weide zu geringeren Ammoniakemissionen führt. Für die Laufstallhaltung werden 12 kg NH3-N (= 14,57 kg NH3) je Kuhplatz und Jahr als Ammoniakemissionsfaktor angegeben.

 

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