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Aus der Wirtschaft

Rinder: Bullenpreise klettern weiter

von , am
26.09.2014

Der Anstieg der Bullenpreise setzt sich auch in der dritten Septemberwoche fort. Die Kuhpreise hingegen zeigen weiter nach unten und stehen so niedrig wie im ganzen Jahr noch nicht.

Bis März 2015 sollen Baden-Württembergs Rinderbestände frei von BHV1 sein. © s.media/pixelio.de
Bei den Jungbullen nehmen die Schlachtzahlen kräftig zu und lassen in Verbindung mit den steigenden Preisen auf die unverändert starke Nachfrage der Schlachtindustrie erkennen. Die Zahl der geschlachteten Bullen erreichte den höchsten Wert seit Ende März.
 
Bei Schlachtkühen geben die Preise auch in der dritten Septemberwoche weiter nach und fallen auf den tiefsten Stand des Jahres. Die Schlachtzahlen nehmen bei Kühen ebenfalls wieder zu und befinden sich auf unverändert hohem Niveau. Mit dem Weideabtrieb dürfte das Angebot wohl weiter groß bleiben.

Aufwärtstrend der Bullenpreise ungebrochen

Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 21. September ein Preis von 3,55 Euro/t (Hkl. R3) gezahlt und damit zwei Cent (Ct) mehr als in der Woche zuvor. Für Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden 3,24 Euro/kg gezahlt und damit ebenfalls 2 Ct mehr wie letzte Woche. Der Preise für U-3-Bullen waren mit 3,61 Euro/kg ebenfalls 2 Ct höher. Damit folgen die Auszahlungspreise für Jungbullen auch in der dritten Septemberwoche dem saisonalen Trend nach oben. Gleichzeitig sind Bullenpreise (R 3) derzeit 12 Ct niedriger als im letzten Jahr (3,67 Euro) und 43 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,98 Euro).
 
Bullenschlachtung auf höchstem Stand seit März

Die Zahl der geschlachteten Jungbullen nahm nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 21. September nochmals um 6,3 Prozent (%) auf 23.481 zu. Das ist die größte wöchentliche Anzahl an geschlachteten Jungbullen seit Ende März.

Kuhpreise fallen auf Jahrestief

Die Preise für Schlachtkühe haben in der Woche bis zum 21. September weiter nachgegeben. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Landwirte jetzt nur noch 3,01 Euro/kg SG und damit 1 Ct weniger der Vorwoche. Sei Mitte Juli haben die Preise für R3-Kühe damit um 19 Ct nachgegeben und sind auf das bisherige Jahrestief vom Januar (3,01) gefallen. Im Vergleich zu den Preisen (R3) aus dem Vorjahr (3,23 Euro/kg), sind die derzeitigen Kuhpreise 22 Ct niedriger und das Niveau von 2012 (3,53 Euro/kg) wird um 52 Ct verfehlt.

Kuhschlachtung nimmt wieder zu

Die Zahl der geschlachteten Kühe hat nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 21. September um 2,0 % auf 21.361 Tiere zugenommen und bewegt sich damit auf sehr hohem Niveau. In den ersten 38 Wochen des laufenden Kalenderjahres (Januar bis 21. September) liegen die vorläufigen gewerblichen Schlachtungen weiterhin etwas unter der vergleichbaren Schlachtmenge aus dem Vorjahr. 

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