Login
Aus der Wirtschaft

Rinder: Kleinere Produktion, Preise fallen trotzdem

© agrar-press
von , am
24.05.2013

Die Rinderpreise gehen in Deutschland immer weiter zurück. Seit Jahresbeginn verloren die Notierungen für Jungbullen gut 15 Prozent (65 Cent).

Der Preis für Schlachtkühe ist vergangene Woche um bis zu 5 Cent gefallen. © Petra Kress/pixelio
Der Preisrückgang scheint noch nicht zu Ende zu sein. Zudem gerieten zuletzt auch noch die bislang einigermaßen stabilen Preise für Schlachtkühe ins Rutschen. Und das alles bei einem im Vergleich zum Vorjahr deutlich kleineren Angebot, wie die Daten des Statistischen Bundesamtes und der EU-Kommission zeigen.

Deutsche Produktion schrumpft

Überraschenderweise ist die Produktion (Schlachtung) in Deutschland kleiner als vor einem Jahr. In der Zeit von Januar bis März war die deutsche Schlachtmenge 7,4 Prozent (%) kleiner als 2012. Bei Bullen verfehlte die Schlachtung den Vorjahrwert sogar um 9,2 % und bei Kühen um knapp sieben Prozent.
 
Für die EU liegen die Daten erst für die beiden ersten Monate des Jahres vor. Aber auch für die EU 27 verfehlt die Schlachtmenge den Vorjahreswert um 2,1 Prozent.

Polen schlachtet deutlich mehr

Jungbullen Handelsklasse R 3, in 100 Kilogramm Schlachtgewicht
Anderseits nimmt die Produktionsmenge bei einigen unserer Wetterbewerber im innereuropäischen Handel zu.
 
So ist die Schlachtung in Polen in den ersten beiden Monaten des Jahres gut 17 % höher als im Vorjahr und in Dänemark beträgt der Produktionszuwachs neun Prozent.

Frankreich schlachtet mehr Bullen

Interessanterweise nimmt die Bullenschlachtung auch bei unserem westlichen Nachbar Frankreich (+ neun Prozent) sehr deutlich zu, während die Schlachtung bei Kühen dort kleiner ist als im Vorjahr. Ähnlich wie in Frankreich ist die Entwicklung in den Niederlanden.

Preisrückgang in Deutschland und Polen

Bis April sind die Bullenpreise nur in Deutschland und in Polen deutlich gefallen. Dagegen blieben die Bullenpreise in Frankreich, Italien, Dänemark sowie den Niederlanden stabil und legten im Vereinigten Königreich sogar kräftig zu.
 
Ähnlich war die Entwicklung im Mai und in Frankreich stiegen die Kuhpreise zuletzt sogar an, während die weiblichen Rinder in Deutschland im Mai ebenfalls unter Druck gerieten.
Auch interessant