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Aus der Wirtschaft

Rinder: Preise behauptet, Schlachtung auf Jahrestief

© contrastwerkstatt/Fotolia
von , am
03.05.2014

Die Preise für Jungbullen haben sich zum Monatswechsel auf dem zuletzt deutlich nach unten korrigierten Niveau behauptet. Grund ist der sehr deutliche Rückgang des Angebotes.

Die Bullenpreise haben sich in den letzten Wochen erholt. © Mühlhausen/landpixel
In der Folge fiel die Schlachtung auf den niedrigsten Stand des Jahres. Auch die Preise für Schlachtkühe haben sich wieder stabilisiert. Die Anzahl der geschlachteten Kühe schrumpfte ebenfalls kräftig auf kleinste Menge des Jahres.
 
Im Bundesmittel wurde für Jungbullen der Handelsklasse R3 in der Woche bis 27. April ein Preis von 3,58 Euro/kg (Hkl. R3) gezahlt und damit ebenso viel wie in der Vorwoche. Jungbullen der Handelsklasse O3 wurden mit 3,28 Euro/kg notiert und damit sogar wieder ein Cent teurer und auch für U-3 Bullen wurde mit rund 3,64 Euro/kg ein Cent mehr gezahlt. Damit haben sich die Auszahlungspreise nach dem scharfen Rückgang um knapp 20 Ct seit Mitte März wieder behauptet oder sogar wieder leicht zugelegt.
 
Ende April lagen die Bullenpreise (R 3) zudem 18 Ct unter den Preisen des Vorjahres (3,76 Euro) und tendierten um 22 Ct niedriger als im Jahr 2012 (3,80 Euro). Im vergangenen Jahr (2013) waren die Bullenpreise (R3) allerdings von Mitte März bis Ende Mai um mehr als 50 Ct (!!) auf 3,55 Euro/kg gefallen und haben sich erst dann wieder stabilisiert und allmählich erholt.

Bullenschlachtung auf Jahrestief

Die Zahl der geschlachteten Jungbullen ging nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 27. April um weitere 4,7 Prozent (%) auf 15.431 Tiere zurück. Das ist der fünfte Rückgang der Schlachtung in Folge und die niedrigste Wochenschlachtung des Jahres. Seit Ende März hat die Bullen-Schlachtung um 35 % abgenommen.
 
In den ersten 17 Wochen übertreffen die Schlachtzahlen des aktuellen Kalenderjahres 2014 jedoch die Schlachtmenge aus dem Vorjahreszeitraum. Derzeit beträgt der Vorsprung bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 knapp 3 %. Das BLE hat für die ersten beiden Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar und Februar) offiziell einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Bullen von knapp 11 % ausgewiesen.

Preise für Kühe stabil bis fest

Die Preise für Schlachtkühe (Hkl. R3) haben sich in der Woche bis zum 27. April ebenfalls behauptet bzw. ganz leicht zugelegt. Für Schlachtkühe der Handelsklasse R3 erhielten die Erzeuger noch 3,11 Euro/kg SG und eben so viel wie in der Vorwoche. Trotz des Preisrückgangs im April von 5 Ct liegen die Preise für R3-Kühe noch 10 Ct höher als Ende Januar. Für Schlachtkühe der Handelsklasse O3 wurde in der Woche bis zum 27. April mit 2,89 Euro/kg sogar 1 Ct mehr ausgezahlt und die Preise für P2-Kühe (Verarbeitungsware) legten ebenfalls um 1 Ct auf 2,21 Euro/kg zu.
 
Im Vergleich zu den Preisen aus dem Jahr 2013 (3,42 Euro/kg) sind die derzeitigen Kuhpreise 33 Ct niedriger, das Niveau von 2012 (3,33 Euro/kg) wird um 22 Ct verfehlt.
 
Kuh-Schlachtung weiter geschrumpft
 
Die Zahl der geschlachteten Kühe ist nach den vorläufigen Daten der meldepflichtigen Schlachtbetriebe in der Abrechnungswoche bis 27. April mit 14.583 Tieren nochmals um 8 % zurückgegangen. Das ist die niedrigste Wochenschlachtung des Jahres. Seit Ende Anfang April hat die Kuh-Schlachtung um 27 % abgenommen. In den ersten 17 Wochen liegen die Schlachtzahlen des aktuellen Kalenderjahres 2014 insgesamt allerdings unter der Schlachtmenge aus dem Vorjahr. Derzeit beträgt der Rückstand bei den Schlachtzahlen gegenüber 2013 gut 6 %. Das BLE hat für die ersten beiden Monate des laufenden Kalenderjahres (Januar-Februar) offiziell noch einen Zuwachs der Schlachtmenge bei Kühen von knapp 5 % ausgewiesen.
 
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