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Rinderaufzucht: Wie viele Tiere braucht ein Betrieb?

Wird man es sich künftig noch leisten können, mehr Jungvieh aufzuziehen, als man benötigt?
am Sonntag, 25.09.2022 - 05:00 (1 Kommentar)

In den meisten Betrieben werden mehr weibliche Tiere aufgezogen, als gebraucht werden. Das kostet Geld und unnötige Arbeit.

Die Remontierung liegt im Schnitt bei 30 Prozent. Wenn man jedes Jahr ein Kalb pro Kuh rechnet, weiß jeder, dass neben den männlichen Tieren auch ein Teil der weiblichen nicht auf dem Betrieb gebraucht werden. Manche wollen aus Sicherheitsgründen die Auswahl erst treffen, wenn die Jungtiere zur Besamung gehen. Das kann gutgehen, sofern es sich um Zuchttiere handelt. In den meisten Fällen wird man jedoch Aufzuchtkosten erzeugen, die nur in Hochpreisphasen von den Erträgen gedeckt werden. Was kann man tun?

Rinderaufzucht: Gesextes Sperma oder verlängerte Zwischenkalbezeit

Da wäre zum einen der Einsatz von gesextem Sperma. Kostet zu viel? Was ist es wert, aus den besten Kühen die beste Nachzucht zu ziehen? Wenn man kein ausgewiesener Zuchtbetrieb ist, lohnt sich für die Tiere, die keine Nachkommen für die Herde erzeugen sollen, der Einsatz von Fleischbullen, um einen guten Preis für die Kälber zu erhalten. Das gilt besonders im Hinblick auf die Regelung im nächsten Jahr, wenn Kälber erst mit vier Wochen vom Hof verbracht werden dürfen.

Die grundsätzliche Frage ist, wie man insgesamt weniger Kälber auf den Betrieben erzeugt. Eine Möglichkeit ist die Verlängerung der Zwischenkalbezeit. Gerade wenn man sich Kühe ansieht, die mit 30 kg Milch und mehr trockengestellt werden, erscheint eine solche Maßnahme sinnvoll. Es gibt sicher auch Gegenargumente, wie beispielsweise dass Kühe verfetten und dann Stoffwechselprobleme nach dem Kalben bekommen.

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