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Haltung und Mast

Rinderhaltung: 6.000 Unfälle in 2014

von , am
06.07.2015

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau verzeichnete im Jahr 2014 über 6.000 Unfälle beim Umgang mit Rindern. Unfallursache sind häufig Kopfstöße mit Hörnern. Acht Unfälle endeten tödlich.

Hornlose Rinder sind ein Möglichkeit, um sich vor gefährlichen Kopfstößen mit Hörnern zu schützen. © SVLFG
Eine Untersuchung durch die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat ergeben, dass von den 6.000 Unfällen mit Rindern, bei 17 Prozent aller Unfälle und bei der Hälfte der tödlichen Unfälle ein Kopfstoß der Tiere ursächlich war. In 19 Prozent dieser Unfälle wiederum war ein Horn Unfallverursacher. Dass bei lediglich einem Fünftel der Kopfstöße ein Horn beteiligt war, kann wohl auf die schon weit verbreitete fach- und tierschutzgerechte Enthornung von Rindern zurückgeführt werden. Es verdeutlicht aber auch das hohe Verletzungspotenzial durch behornte Tiere. Die Behandlung gegen die Hörnerausbildung bzw. die Zucht auf genetische Hornlosigkeit hat sich mit Blick auf die Entwicklung der Unfallzahlen bewährt.

Hornlose Züchtung weiter vorantreiben

"Im Sinne der Unfallverhütung sollten Rinder auch zukünftig fach- und tierschutzgerecht in einem für die Tierhalter praktikablen Verfahren gegen Hörnerbildung behandelt werden", rät Bernd Schulte-Lohmöller als Vorsitzender des Präventionsausschusses der SVLFG. Parallel hierzu spricht sich die SVLFG dafür aus, die hornlose Züchtung weiter voran zu treiben. Um schwere Unfälle mit Rindern zu vermeiden, ist es außerdem wichtig, bauliche Vorraussetzungen zu schaffen, wie Behandlungs-, Separier- und Fangeinrichtungen oder Bullenboxen. Jeder Halter muss zudem die Wahrnehmung und natürlichen Verhaltensweisen von Rindern kennen.
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