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Tierseuche

Rinderherpes: Fast 2.000 Tiere in Thüringen infiziert

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Katharina Krenn, agrarheute
am
18.03.2016

In einem Milchviehbetrieb im Saale-Orla-Kreis (Thüringen) wurde Anfang März der Ausbruch einer BHV1-Infektion amtlich festgestellt. Mittlerweile ist die Anzahl infizierter Rinder auf fast 2.000 gestiegen.

Bereits Ende Februar meldete das Thüringer Landratsamt einen nachweislichen Infektionsfall mit Rinderherpes in der Milchviehanlage Rockendort der Agrarprodukte Ludwigshof eG im Kreis Saale-Orla. Festgestellt wurde das BHV1-Virus bei einem verendeten Rind. Die Untersuchung weiterer Tiere habe gezeigt, dass auch sie den Erreger in sich tragen. Nun wurde bekannt, dass auch der Bullenmaststall mit 750 Rindern betroffen ist.

Infektionsquelle unklar

Es müssen nun ab April hunderte infizierte Rinder des Betriebs notgeschlachtet werden. Um eine weitere Ansteckung zu verhindern, waren dort alle 3.000 Tiere notgeimpft worden. Wie das Rinderherpes-Virus in den Betrieb gelangt ist, ist nach wie vor unklar.  Wie die Thüringer Allgemeine berichtet, werden derzeit auch Tiere aus Betrieben getestet, die im Austausch mit dem betroffenen Hof standen. Es handele sich um insgesamt 34 Betriebe. Für 19 Betriebe liege bereits ein negatives Ergebnis vor.

Betriebsbesuch: Rindermast mit Weiß-Blauen Belgiern

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