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Haltung und Mast

Rinderherpes: Neue Bundesländer sind BHV1-frei

© landpixel
von , am
03.03.2015

Neben Bayern ist der Rinderherpes-Virus BHV1 erfolgreich in allen neuen Bundesländern bekämpft. Damit wurde diese Tierseuche nach großen Anstrengungen ausgemerzt.

Mit 224 Tieren stehen in Brandenburg deutschlandweit durchschnittlich die meisten Milchkühe pro Stall. © landpixel
Nach Bayern und Thüringen wurden nun Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin von der Europäischen Kommission als "BHV1-freie Regionen" anerkannt. Das haben die für Tierseuchenbekämpfung zuständigen obersten Landesbehörden der betroffenen Bundesländer bekanntgegeben. Dieser Status wird sowohl Vorteile für den Handel mit Rindern mit sich bringen als auch die Tiergesundheit weiter verbessern.
 
Neben den genannten Bundesländern sind Österreich, Dänemark, Finnland, Schweden sowie die Provinz Bozen in Italien als "BHV1-freie Regionen" anerkannt. Mit der Anerkennung sind zusätzliche Gesundheitsgarantien verbunden, die Rinder erfüllen müssen, die aus "nicht BHV1-freien" Regionen verbracht werden sollen. 

Hintergrund

Die BHV1-Infektion ist eine anzeigepflichtige Seuche und weltweit verbreitet. Für den Import von Tieren aus Regionen, in denen das Virus noch verbreitet ist, gelten besondere Vorschriften wie etwa Quarantäne und Untersuchungen auf den Erreger. Die oben genannten Bundesländer haben seit Anfang der 90er Jahre zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um in ihrem Territorium diese Seuche zu tilgen. Dies ist nun erfolgreich gelungen.
 
Bei Rindern verursacht BHV1 vor allem Erkrankungen der oberen Luftwege. Die Infektion kann erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, für den Menschen gilt das Virus als ungefährlich.
 

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