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Baden-Württemberg

Rinderschlachthof wegen Tierschutzverstößen gesperrt

Rinderschädel hängen am Haken im Schlachthof
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Martina Hungerkamp , agrarheute
am
15.02.2018

Ein Schlachthof in Baden-Württemberg wurde nach Verdacht auf Verstöße gegen den Tierschutz von den zuständigen Behörden geschlossen.

Der Verein Soko Tierschutz hatte auf einem Schlachthof des Unternehmens OSI mit versteckten Kameras Bilder gedreht, auf denen zu sehen ist, dass sich Rinder beim Einstich in den Hals und beim Ausbluten bewegen. Das berichtet unter anderem der SWR.

Das sei ein Hinweis auf fehlerhafte Betäubung und damit ein Verstoß gegen den Tierschutz.

Überwachungsvideos führen zur Schließung

Laut eines Sprechers des Landesratsamts hätten vom Veterinäramt gesichtete Überwachungsvideos Anlass zum sofortigen Handeln gegeben.

Der Schlachthof ist unter anderem Lieferant von McDonald's. Das Unternehmen äußerte sich zu den aus ihrer Sicht gravierende Verfehlungen in dem Schlachtbetrieb, die für sie nicht akzeptabel sein.

Bereits im Jahr 2015 war der Schlachthof durch Mängel aufgefallen, nun bleibt er nach Behördenangaben geschlossen, bis die Einhaltung des Tierschutzes sichergestellt ist.

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