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+++ Stand 05. Mai 2021 +++

Rindertuberkulose: Die aktuellen TBC-Fälle im Überblick

Kühe im Stall
am Mittwoch, 05.05.2021 - 12:30 (Jetzt kommentieren)

Rindertuberkulose ist eine Rinderkrankheit, die auch auf den Menschen übertragbar ist und gehört damit zu den Zoonosen. In Bayern kam es erneut zu einem Ausbruch.

Bereits seit 1997 gelten die Rinderbestände in Deutschland als Tuberkulosefrei. Allerdings treten unregelmäßig Fälle der Rindertuberkulose (TBC), die auch auf den Menschen übertragbar ist, auf. So auch im Landkreis Weilheim-Schongau in Bayern. Hier kam es Anfang Mai erneut zu einem Ausbruch.

05. Mai 2021: Rindertuberkulose-Ausbruch in Weilheim-Schongau

Zunächst stellte man die Tuberkulose im Rahmen der Schlachtuntersuchung bei einem Tier fest. Das Veterinäramt ließ den Betrieb daraufhin sofort sperren und stellte im Rahmen der weiteren Untersuchung bei weiteren Tieren Rindertuberkulose fest. Die insgesamt 70 Tiere des Betriebs wurden daraufhin getötet.

19. Januar 2021: TBC-Ausbruch in Bad Tölz-Wolfratshausen

Nach einem Tuberkuloseausbruch auf einem oberbayerischen Bauernhof sind Eltern und Lehrer der Realschule über ein mögliches Ansteckungsrisiko informiert worden. Auf dem Hof war Tuberkulose von den Rindern auf ein Kind und zwei weitere Familienmitglieder übertragen worden.

„Die betroffenen Mitschülerinnen und Mitschüler und Lehrkräfte des Kindes werden nun sicherheitshalber getestet", teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen am Dienstag mit. Weitere Klassen der Schule seien nicht betroffen. Die drei Erkrankten aus der Familie hätten keine Symptome.

Bei dem Kind konnte die Rindertuberkulose nur unter Laborbedingungen nachgewiesen werden, nachdem die Bakterien in einer Probe angezüchtet wurden. Die Familie war untersucht worden, weil bei dem Tierbestand des landwirtschaftlichen Betriebes die Rindertuberkulose nachgewiesen worden war.

Alle Rinder des betroffenen Bestandes wurden getötet. „Der Betrieb wurde nach der ersten Feststellung amtlich gesperrt, sodass weder Fleisch noch Milch als Lebensmittel abgegeben werden konnten“, betonte die Kreisbehörde. Die Tuberkulose ist vom Tier auf den Mensch, aber auch vom Mensch auf das Tier übertragbar und gehört somit zu den Zoonosen.

Deutschland gilt seit 1997 tuberkulosefrei

Die Tuberkulose der Rinder ist eine in Deutschland anzeigepflichtige Tierseuche. Die Bekämpfungsvorschriften gegen die Tierseuche sind in der "Verordnung zum Schutz gegen die Tuberkulose des Rindes  –  (Tuberkulose-Verordnung)" in der Fassung der Bekanntmachung vom 13. März 1997 (BGBl. IS. 462) in der jeweils geltenden Fassung festgelegt.

Die Tuberkulose der Rinder wurde in Deutschland in den 50er bis 70er Jahren durch regelmäßige Untersuchungen und die entsprechend eingeleiteten Maßnahmen erfolgreich bekämpft. Im Jahre 1997 wurde Deutschland der Status „amtlich anerkannt tuberkulosefrei“ zuerkannt.

Seither wird die Tuberkuloseüberwachung über die Fleischuntersuchung geschlachteter Rinder sichergestellt. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass sich Rinder mit dem Erreger der Tuberkulose infizieren, zum Beispiel durch den Kontakt zu infizierten Wildtieren.

Damit es in solchen Fällen nicht zu einer erneuten Ausbreitung der Tierseuche in Deutschland kommt, werden staatliche Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet. Diese beinhalten die Untersuchung aller Rinder des Bestandes, die Tötung und unschädliche Beseitigung von erkrankten Tieren sowie Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen.

Mit Material von dpa; aho

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