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Haltung und Mast

Rindertuberkulose in Belgien: 167 Viehbetriebe teilweise gesperrt

von , am
13.08.2015

Seit 2003 gilt Belgien als frei von Rindertuberkulose. Jetzt gab es aber einen neuen Fall. Alle Tiere des betroffenen Hofes müssen geschlachtet werden, Kontakthöfe müssen den Betrieb einschränken.

Die Rindertuberkulose wurde in den letzten Jahrezehnten durch konsequentes Vorgehen in der EU stark zurückgedrängt. © Mühlhausen/landpixel
Nach einem Fall von Rindertuberkulose im Norden Belgiens haben landesweit 167 Viehhöfe ihren Betrieb einschränken müssen. Bei ihnen seien Kontakte zur infizierten Herde in Meeuwen in der Provinz Limburg festgestellt worden, berichtete kürzlich der Sender RTBF online. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga wurde die Milchproduktion fortgesetzt, die betroffenen Herden dürfen die jeweiligen Grundstücke jedoch nicht verlassen.
 
Nach Angaben der belgischen Lebensmittel-Sicherheitsberde AFSCA müssen alle Tiere des betroffenen Hofes geschlachtet werden. Die Kontakthöfe in Limburg und den Nachbarprovinzen Antwerpen und Liege müssen ihren Betrieb einschränken, bis Ergebnisse von Tuberkulose-Tests vorliegen. Nach Angaben von Belga könne dies noch einige Tage in Anspruch nehmen.

Neuer Fall wurde am 30. Juli bestätigt

Belgien gilt seit 2003 als frei von Rindertuberkulose, gelegentlich werden jedoch noch Fälle bekannt. Zuletzt waren nach Angaben der belgischen Lebensmittel-Sicherheitsbehörde AFSCA im Jahr 2013 Erreger festgestellt worden. Der aktuelle Fall war am 30. Juli bestätigt worden.
 
Die vom Erreger Mycobacterium bovis verursachte Rindertuberkulose kann auch für den Menschen gefährlich sein: Bis zum Auftreten von Symptomen - etwa Husten oder Abmagerung - können Jahre vergehen. Die Krankheit wird vor allem bei direktem Kontakt zu infizierten Tieren oder über das Trinken von Rohmilch auf Menschen übertragen. Dank entschiedener Bekämpfungsmaßnahmen über die letzten Jahrzehnte ist die Infektion in Europa mittlerweile sehr selten.
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