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Betrugsmasche

Rinderzüchter: Warnung vor bekanntem Betrüger

Charolais auf Weide
am Dienstag, 19.06.2018 - 09:45 (Jetzt kommentieren)

Auf deutschen Höfen geht ein Betrüger um. Wiederholt kaufte er Rinder und beglich nur eine Anzahlung. Das Ungewöhnliche: Name und Adresse des Mannes sind bekannt.

In den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg geht ein Betrüger um. Er kauft Rinder ab Hof, doch den vollen Verkaufspreis erhalten die Landwirte letzten Endes nicht. Züchter warnen nun davor, Geschäfte mit dem Betrüger zu machen. Denn Name und Adresse des Mannes sind durchaus bekannt.

Gleiches Muster: Betrüger belügt Landwirte

Wie das Fachmagazin Schweizer Bauer unter Berufung auf die Bauernzeitung Sachsen-Anhalt berichtet, treibt der Mann ein falsches Spiel. Er gehe immer nach demselben Muster vor. So interessiere er sich beispielsweise nur für Fleckvieh- und Charolais-Rinder.

Den Landwirten lügt er vor, bei einem Kauf nicht erfolgreich gewesen zu sein, so Schweizer Bauer. Gegenüber den Züchtern habe er stets angegeben, Tiere direkt ab Hof kaufen zu wollen, um nicht mit leerem Anhänger zurückfahren zu müssen.

Landwirte um Restbetrag gebracht

Anschließend leistet der Betrüger eine Anzahlung, verlädt die Rinder und verschwindet. Den Restbetrag überweist er den geprellten Züchtern allerdings nicht mehr. Medienberichten zufolge wird vermutet, dass der Mann diese Masche bereits seit circa drei Jahren erfolgreich betreibt.

Sammelklage gegen insolventen Betrüger

Laut Schweizer Bauer seien Name und Adresse des Mannes durchaus bekannt. Jedoch könnten die betrogenen Landwirte nichts dagegen unternehmen. Der Grund: Der Käufer sei insolvent und überschreibe die Rinder nach dem Coup umgehend seiner Lebenspartnerin.

Landwirte sollten sich also vorsehen. Wie viele Bauern betroffen sind, sei unklar. Nun wollen einige Landwirte mit einer Sammelklage gegen den Betrüger vorgehen, so Schweizer Bauer.

Mit Material von Schweizer Bauer

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