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Aus der Wirtschaft

Rindfleisch: Importe gehen weiter zurück

© womue/fotolia
von , am
18.06.2012

Die Einfuhr von Rindfleisch in die EU geht das dritte Jahr in Folge zurück. Das zeigen die Daten der EU-Kommission für die Entwicklung der Importe in den ersten drei Monaten dieses Jahres.

In den USA sinkt der Pro-Kopf-Verbrauch an Rindfleisch um knapp vier Prozent. © VRD/fotolia.com
Damit ist nicht nur die deutlich kleinere Produktion für die hohen Preise bei Schlachtrindern verantwortlich sondern auch der rückläufige Import. Insbesondere aus den wichtigen südamerikanischen Lieferländern waren die Einfuhren 2012 nochmals kleiner. Bereits in den letzten beiden Jahren sind die Rindfleischeinfuhren um 15 Prozent (%) beziehungsweise um zwölf Prozent zurückgegangen.

Südamerikaner liefern weniger

In den ersten drei Monaten dieses Jahres importierten die EU-Länder etwa zwölf Prozent weniger Rindfleisch als im letzten Jahr. Dabei schrumpften die Einfuhren insbesondere aus den drei wichtigen südamerikanischen Lieferländern
  • Brasilien (-15 %),
  • Argentinien (- 11 %) und
  • Uruguay (- 20 %).
Zusammen kommen diese drei Länder auf einen Marktanteil von 75 % an allen europäischen Rindfleischimporten. Insgesamt wichtigster Lieferant für die EU ist Brasilien (mit knapp 40 % Marktanteil). Von dort schrumpfen die Einfuhren allerdings schon seit 2008.
 
Ursachen für die rückläufige Lieferung aus Südamerika sind unter anderem die sehr hohen Weltmarktpreise und das begrenzte Angebot in Südamerika selbst. Neben Produktionsrückgängen in Argentinien haben der steigende Inlandsverbrauch in Brasilien sowie veterinärhygienische Auflagen und Wechselkursschwankungen den Handel begrenzt. 

Deutsche Importe 15 Prozent kleiner

Stabile Importmengen kamen 2012 hingegen aus den USA auf den europäischen Markt. Gleichzeitig konnten Australien (+ 16 %) und Neuseeland (+ 4 %) ihre Lieferungen ausweiten. Allerdings ist die Bedeutung dieser Länder für den EU-Rindfleischimport erheblich kleiner als das Gewicht der Südamerikaner. So kamen die USA auf einen Lieferanteil von sieben und Australien auf sechs Prozent sowie Neuseeland auf fünf Prozent.
 
Betrachtet man die Importe der einzelnen EU-Länder, so war Deutschland nach dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden und Italien die Nummer vier unter den großen Importländern der EU. Im Vergleich zum letzten Jahr sind die deutschen Einfuhren Anfang 2012 um knapp 15 % zurückgegangen. In einer ähnlichen Größenordnung sind die Importe des Vereinigten Königreiches und Italiens geschrumpft. Lediglich die Einfuhren der Niederländer blieben vergleichsweise stabil (- 3).
 
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