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Aus der Wirtschaft

Rindfleischexport boomt

von , am
14.12.2011

Von Januar bis September exportierten die Länder der EU 27 rund 478.000 Tonnen Rindfleisch (Produktgewicht) in Drittländer.

51.000 t Rindfleisch aus Brasilien ging in den ersten neun Monaten 2013 in die EU. © Barbara Pheby/Fotolia
Dieses Ausfuhrvolumen entspricht beinahe der gesamten Exportmenge des Vorjahres. Gleichzeitig sind die Importe in die EU weiter geschrumpft und liegen nur noch bei 242.000 Tonnen. Das ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der Einfuhren um knapp einem Fünftel.
 
Türkei wichtigster Markt 
 
Wichtigster Absatzmarkt für europäisches Rindfleisch ist erstmals nicht Russland sondern die Türkei. Rund 131.000 Tonnen oder gut ein Viertel der Gesamtexporte gingen an das Land am Bosporus. Ende letzten Jahres hatte die Türkei seine Grenzen für europäische Importe geöffnet. Zwar gingen die Ausfuhren von April bis August zurück, im September war jedoch wieder ein Anstieg der Türkeiexporte zu beobachten.

Russland Zweitwichtigster Abnehmer

Zweitwichtigster Abnehmer ist der weltweit größte Rindfleischimporteur Russland. An den bislang wichtigsten Handelspartner gingen von Januar bis September 100.000 Tonnen oder ein Fünftel der Ausfuhrmenge. Gleichzeitig lagen die Ausfuhren nach Russland 22 Prozent über dem Vorjahreswert und legten ab September wieder zu. Mit großem Abstand folgen als Absatzmärkte dann die Schweiz, der Libanon, Kroatien und Algerien .

Südamerikaner liefern weniger

Dr. Olaf Zinke/Marktanalyst dlv
Wichtigster Lieferant für den europäischen Markt bleibt Brasilien. Mit einer Liefermenge von 91.000 Tonnen, waren die Brasilianer für 28 Prozent der europäischen Importe verantwortlich. Diese Menge lag jedoch rund 16 Prozent unter dem Vorjahresvolumen. Auf Position zwei und drei der wichtigsten Rindfleischimporteure für die EU, liegen Argentinien und Uruguay. Die beiden südamerikanischen Länder lieferten von September bis Oktober rund 47.000 Tonnen bzw. 41.000 Tonnen Rindfleisch und kommen damit auf einen Marktanteil von 20 Prozent bzw. 17 Prozent. Auf Rang vier der wichtigsten Lieferanten nimmt ist USA (15.000 Tonnen) vorgerückt. Sowohl die USA als auch Australien (12.700 Tonnen) und Neuseeland (12.600 Tonnen) haben ihre Liefermengen ausgebaut. Allerdings sind die Marktanteile dieser Länder mit fünf bis sechs Prozent relativ gering.
 
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