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Haltung und Mast

Rindfleischexport: Weniger Ware, mehr Wertschöpfungstiefe

von , am
25.06.2010

Canberra - Der Wert der australischen Rindfleischexporte wird sich im neuen Wirtschaftsjahr 2010/11 voraussichtlich erholen.

© lincolnrogers

Diese Einschätzung veröffentlichte jetzt die australische Rohstoffbehörde Abare in ihrer vierteljährlichen Prognose und wies dabei laut Dow Jones News darauf hin, dass das Ausfuhrvolumen in der am 1. Juli beginnenden Saison möglicherweise ein wenig zurückgehen wird.

Den Schätzungen liegt ein durchschnittlicher Wechselkurs vom australischen Dollar zum US-Dollar von 0,87 US-Dollar zugrunde. 2009/10 hatte dieser Kurs bei 0,88 US-Dollar gelegen. Der Wert der Ausfuhren soll demnach um 13 Prozent auf 4,75 Milliarden Australische Dollar (AUD) (3,3 Milliarden Euro) steigen, während das Volumen um 1,1 Prozent auf Jahressicht auf 910.000 Tonnen Rindfleisch (entbeint) fallen dürfte.

Indonesien: Künftig weniger australische Importe

Diesen Rückgang führt Abare unter anderem auf den Wiederaufbau der inländischen Viehbestände und die damit geringere verfügbare Menge an Exportfleisch zurück. Zudem werden manche ausländischen Absatzmärkte, darunter Indonesien, weniger australisches Rindfleisch nachfragen. In Indonesien bestehe derzeit Unsicherheit über den Zeitpunkt der Ausstellung von Importlizenzen, so Abare. Insgesamt solle die Nachfrage dort jedoch 2010/11 hoch bleiben.

Russland: Importquote verbessert Absatzchancen für australisches Rindfleisch

Die neu eingeführte, länderunabhängige Importquote in Russland wird nach Einschätzungen der Rohstoffbehörde die Absatzchancen für gefrorenes australisches Rindfleisch 2010/11 verbessern. Denn dadurch könne die Ware ohne Einschränkungen mit anderen Herkünften in den Wettbewerb treten. Dabei werde die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der australischen Produkte ein bestimmender Faktor auf dem kostensensiblen russischen Markt sein.

USA: Steigende Rindfleischexporte

Zudem sollen die Rindfleischexporte in die USA im kommenden Wirtschaftsjahr um 15 Prozent auf 230.000 Tonnen (Vorjahr: 200.000 Tonnen) steigen. Das sei auf die verbesserte wirtschaftliche Lage zurückzuführen, hieß es zur Begründung. Auch nach Japan (360.000 Tonnen) und Südkorea (124.000 Tonnen) soll 2010/11 mehr Rindfleisch abgesetzt werden. Der Export von Lebendvieh wird den weiteren Einschätzungen zufolge um 6,2 Prozent auf 850.000 (900.000) Tiere zurückgehen. (aiz)

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